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Split. Sehenswürdigkeiten, Karte und Geheimtipps

59 kuratierte Orte· 17 Geheimtipps· 2 kommende Events
Split
Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Split ist in einem Gebäude gewachsen: Der Alterspalast, den Kaiser Diokletian 305 fertigstellen ließ, wurde zur Stadt, und heute hängen Wäscheleinen zwischen römischen Säulen, während sein Mausoleum als Kathedrale genau des Heiligen dient, den er verfolgen ließ. Das Palastviertel ist keine Anlage mit Öffnungszeiten, sondern ein bewohnter Quadratkilometer Gassen, und das unterscheidet Split von jeder anderen römischen Ruine am Mittelmeer.

Vor den Mauern läuft die Riva am Hafen entlang, der bewaldete Marjan schließt die Halbinsel nach Westen, und der Hafen ist Kroatiens verkehrsreichstes Inseltor mit Fähren und Katamaranen nach Brač, Hvar, Vis und Šolta.

Split Sehenswürdigkeiten: der Palast, der eine Stadt wurde

Die nächsten 7 Tage

Wetterdaten von Open-Meteo.com

Öffnungszeiten und Preise

Die Orte, für die wir Öffnungszeiten und Preisniveau pflegen. Zeiten wechseln mit der Saison, entscheidend bleibt die offizielle Seite.

OrtÖffnungszeitenPreisOffizielle Seite
Kathedrale des heiligen Domnius08:00-20:00--
Jupitertempel09:00-19:00--
Veliki Kabal (Mosor)Immer zugänglich; vor dem Wandern Zugang, Wetter, Parkregeln und Tageslicht prüfen.--
Perun RidgeImmer zugänglich; vor dem Wandern Zugang, Wetter, Parkregeln und Tageslicht prüfen.--

Klima Monat für Monat

Zehnjahresmittel für Split: So sieht ein Monat normalerweise aus, unabhängig davon, was diese Woche gerade macht.

MonatTag °CNacht °CRegentageMeer °C
Januar1141115
Februar1351014
März1571014
April1810916
Mai22151219
Juni2819623
Juli3122326
August3122427
September2618824
Oktober2114922
November16101320
Dezember1361117

Luft 2015 bis 2024, Meer 2022 bis 2024. Ein Regentag zählt ab 1 mm. Daten von Open-Meteo.com

Strände in Split

Strand Bačvice
Aktivität

Strand Bačvice

Sandiger Stadtstrand und Heimat des Picigin-Spiels.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Strand Bačvice
Aktivität

Strand Bačvice

Die Bačvice sind eine Spliter Institution: der Stadtstrand fünf Minuten von der Riva, eine flache Sandbucht, in der das knietiefe Meer Dutzende Meter reicht, und der Geburtsort des Picigin, eines Spiels, das nur hier richtig gespielt wird. Die Regeln sind einfach: fünf Spieler, ein kleiner Ball, das Flachwasser und ein einziges Ziel, dass der Ball nicht ins Meer fällt, wofür horizontal durch Tropfengeysire geflogen wird; Picigin ist als immaterielles Kulturgut Kroatiens geschützt, und auf den Bačvice wird jeden Tag des Jahres gespielt, Neujahr eingeschlossen, wenn man in ein Meer von fünfzehn Grad springt. Der Strand hat alles Städtische: Duschen, Kabinen, im Sommer Rettungsschwimmer, Cafés und Nachtleben im Sezessionsbad, sodass ein Bačvice-Tag leicht vom Morgenschwimmen bis zum Mitternachtscocktail dauert. Das Meer ist wegen der Flachheit wärmer als anderswo und ideal für kleine Kinder, das Sommergedränge ist ehrlich, aber das gehört zur Folklore. Die Touristenaufgabe lautet: Handtuch auf den Sand, eine Stunde Picigin schauen, dann ein Versuch. Nach fünf Minuten wird klar sein, warum die Spliter behaupten, es sei der ernsthafteste Sport der Welt.

Insider-Tipp

Schau den Einheimischen beim Picigin im flachen Wasser zu, sie spielen hier sogar mitten im Winter.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Strand Kašjuni
Aktivität

Strand Kašjuni

Lange Kieselbucht unter dem Marjan, wie gemacht für Sonnenuntergänge.

Foto: Marjanko1103 / CC BY-SA 4.0

Strand Kašjuni
Aktivität

Strand Kašjuni

Kašjuni ist Splits Sonnenuntergangsstrand: eine lange Kiesbucht an der Südseite des Marjan, so gelegen, dass sie direkt auf die offene See und die Abendsonne schaut, mit Pinienwald, der zum Wasser stürzt, und keinem einzigen Gebäude im Bild außer der fernen Silhouette von Šolta. Jahrzehnte halb versteckt und halb wild, bekam der Strand mit der Herrichtung, was ihm fehlte, und behielt, weswegen man kommt: feinen Kies, sauberes und schnell tiefes Meer, Liegen und eine Beachbar am Westende, Duschen und Rettungsschwimmer im Sommer. Das Publikum ist eine Mischung, wie sie nur Split zusammenstellt: Familien auf Handtüchern, Junge auf Liegen mit Musik, Schwimmer, die die Bucht in gerader Linie schneiden. Nach Kašjuni kommt man über die Küstenstraße unterm Marjan, mit dem Auto bei knappem Parken, mit dem Stadtbus oder, am schönsten, zu Fuß über den Waldpfad vom Marjan, sodass sich das Baden natürlich mit einem Spaziergang verbindet. Schatten gibt es am Waldrand vormittags, nachmittags liegt der Strand in voller Sonne. Kommen Sie gegen sechs Uhr abends: Die Hitze lässt nach, das Licht wird weich, und wenn die Sonne hinter Šolta versinkt, applaudiert der halbe Strand. Wörtlich.

Insider-Tipp

Komm am Nachmittag, sichere dir einen Platz nah am Wasser und bleib bis zum Sonnenuntergang.

Foto: Marjanko1103 / CC BY-SA 4.0

Strand Bene
Aktivität

Strand Bene

Autofreie Pinienbucht an der Nordküste des Marjan.

Foto: Zvone00 / CC BY-SA 4.0

Strand Bene
Aktivität

Strand Bene

Bene ist das Familienende des Marjan: ein Badeplatz an der Nordseite der Halbinsel, dort, wo der Wald buchstäblich ins Meer tritt, sodass die Handtücher auf Nadeln im Pinienschatten liegen und man von Steinplatten und kleinen Betonplateaus ins Wasser steigt. Dies ist Splits grünster Strand und seine Sportbasis: Am Bad arbeiten Tennisplätze und ein Sportzentrum, durch den Wald führen Trimmpfade, und der Uferweg bindet Bene an den Rest des Marjan, sodass die Hälfte der Besucher laufend oder per Rad kommt. Das Meer ist sauber und ruhig, die Bucht schaut Richtung Kaštela und Čiovo, die Tiefe wächst an den Platten schnell, während Flachwasser für Kinder in den kleinen Buchten liegt; im Sommer arbeiten Duschen, Kabinen, Rettungsdienst und ein Café im Schatten. Bene ist auch der leichteste Beweis, warum der Marjan geschützt ist: Nirgendwo sonst in der Stadt kommt man vom Handtuch unter die Pinie und von der Pinie in fünf Schritten ins Meer. Man kommt mit dem Stadtbus, dem Rad oder zu Fuß durch den Wald von der Vidilica in gut vierzig Minuten. Ideal mit Kindern und für Tage, an denen der Jugo an den Südstränden Wellen hebt: Die Nordseite bleibt dann ruhig.

Insider-Tipp

Geh zu Fuß oder nimm das Rad durch den Marjan-Park, schon der Weg gehört zum Erlebnis.

Foto: Zvone00 / CC BY-SA 4.0

Strand Žnjan
Aktivität

Strand Žnjan

Splits größter Strand: langer Kies, Bars und viel Sport.

Foto: Klapi / CC BY-SA 4.0

Strand Žnjan
Aktivität

Strand Žnjan

Žnjan ist Splits größtes Bad und sein neues Wohnzimmer am Meer: ein Kilometer Kiesstrände unter einem weiten Plateau im Osten der Stadt, das nach Jahren des Umbaus als modernes Küstenviertel mit Promenaden, Grün, Brunnen und Spielplätzen eröffnet wurde. Hier zeigt Split sein zeitgenössisches Gesicht: breite Züge für Handtücher, getrennte Zonen für Liegen, Rampen und kinderwagentaugliche Zugänge, Duschen und Kabinen im Takt, den ein großer Badebetrieb verlangt, und entlang der Promenade Cafés und Restaurants für den ganzen Tag. Das Meer ist typisch splitisch, sauber und schnell tief, mit Flachwasser an den Nordenden des Zugs, wo die Familien mit kleinen Kindern sind; im Sommer arbeiten Rettungsschwimmer. Žnjan ist auch der Anfang der langen Uferpromenade Richtung Bačvice in die eine und Stobreč in die andere Richtung, sodass sich ein Tag leicht fügt: Morgenbad, Spaziergang am Meer, Marende, noch ein Bad. Vom Zentrum sind es zehn Minuten mit Auto oder Stadtbus; Parkplätze existieren, aber im Sommer früh kommen. Für große Badetage mit der ganzen Familie ist Žnjan die einfachste Antwort der Stadt.

Insider-Tipp

Ideal für Sport und Strandbars; für ruhige Idylle such dir lieber eine kleinere Bucht.

Foto: Klapi / CC BY-SA 4.0

Strand Firule
Aktivität

Strand Firule

Sandige, flache Bucht östlich von Bačvice, ruhiger Familienort.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Strand Firule
Aktivität

Strand Firule

Firule ist ein kleiner Strand mit großem Stammbaum: eine Sandbucht östlich der Bačvice, flach und ruhig, um die sich die Familien mit den kleinsten Kindern sammeln, denn hier kann man weiter im Meer stehen als irgendwo in der Stadt. Doch in die Spliter Mythologie gingen die Firule nicht wegen des Sandes ein, sondern wegen des Tennis: Auf den Plätzen am Strand, im legendären Klub, wuchsen Kroatiens größte Tennismeister heran, unter ihnen Wimbledonsieger Goran Ivanišević, sodass neben dem Klang des Meeres hier von früh bis dunkel der Klang der Bälle zu hören ist. Diese Kombination gibt den Firule ihren besonderen Viertelton: Der Strand ist ein spontaner Spielplatz, die Hälfte der Badenden kennt einander, und das Café am Rand arbeitet als Verlängerung des Wohnzimmers. Die Infrastruktur ist einfach und ausreichend: Dusche, Kabinen, die eine oder andere Liege, Schatten unter den Pinien im Rücken. Reisen Sie mit kleinen Kindern, sind die Firule die sicherste Wahl der Stadt: flach, sandig, wellengeschützt. Und lieben Sie Tennis, kommen Sie gegen Abend an den Zaun der Plätze: Vielleicht sehen Sie einem künftigen Champion zu, denn dieses Viertel produziert sie mit unerklärlicher Regelmäßigkeit.

Insider-Tipp

Dasselbe flache Wasser wie Bačvice, aber deutlich weniger überlaufen.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Strand Ovčice
Aktivität

Strand Ovčice

Kleine Kiesbucht mit etwas Sand und einer entspannten Strandbar.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Strand Ovčice
Aktivität

Strand Ovčice

Die Ovčice sind die erste Bucht östlich der Bačvice und deren ruhigere Schwester: ein Kiesstrand in derselben Bucht, nur durch ein kleines Kap getrennt, mit demselben flachen, warmen Meer, aber halb so viel Gedränge und ohne den Nachtteil des Programms. Wer auf den Bačvice keinen Handtuchplatz findet, wechselt zwei Minuten über die Promenade und findet ihn hier; wer vor der Barmusik flieht, bekommt auf den Ovčice das Baden zum Klang von Meer und Kindergeschrei. Der Strand hat alles, was ein Stadtstrand braucht: Duschen, Kabinen, im Sommer Rettungsschwimmer, ein Café mit Aussicht und eine Tamariskenreihe mit natürlichem Schatten, selten an Spliter Stränden. Der Kies ist fein und angenehm, der Einstieg flach, das Flachwasser genügt den Jüngsten; etwas tiefer, am Buchtrand, trainieren regelmäßig die Wasserballer, denn auch dies ist, wie alles auf diesem Zug, ein Viertel, das vom Sport lebt. Die Ovčice sind auch der Anfang einer angenehmen Promenade Richtung Firule und weiter zur Zenta, sodass sich das Baden leicht zum Uferspaziergang längt. Die Formel ist einfach: die Atmosphäre der Bačvice minus das Gedränge der Bačvice. Für viele der beste Stadtstrand Splits.

Insider-Tipp

Guter Mittelweg: ruhiger als die großen Nachbarstrände, aber mit Bar.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Unsere Tipps

Was wir rund um Split machen würden

Tagesausflüge in Reichweite von Split, dazu die Routen und stillen Ecken, zu denen unsere Redaktion immer wieder zurückkehrt.

  • 8 km entferntStobrečEin Halbinsel-Strand mit weichem Sand im Flachwasser und kristallklarem Meer, Pinien, Camping-Flair. Sehr familienfreundlich und ruhiger als die Stadtstrände.
  • 12 km entferntPodstranaEine lange Kiesküste südöstlich von Split mit Blick auf Stadt und Marjan, Strandbars, Wassersport und einer schönen Promenade zum Radeln.
  • 15 km entferntKaštelaSieben alte Küstenorte zwischen Split und Trogir, jeder um ein venezianisches Kastell: Palmenpromenaden, kleine Strände, wenig Touristen. Kaštel Gomilica ist 'Braavos' aus Game of Thrones.
  • 20 km entferntMosorFelsiger Kamm über Split: anspruchsvolle Wege, Aussichtspunkte über die Adria und eine Berghütte für die Rast.
  • 25 km entferntOmišEin Städtchen, wo der Cetina-Fluss durch eine 300 m tiefe Schlucht ins Meer bricht: einst Piratennest. Zwei Bergfestungen, Rafting, Ziplining und lange Sandstrände.
  • 25 km entferntŠoltaDie nächste, ruhigste Insel: Olivenhaine, stille Buchten, kaum Trubel. Das Dalmatien von früher.

Routen für Split

  • 7 Stopps

    Im Diokletianpalast

    Entdecke das Herz des antiken Palasts

    1. Diokletianpalast
    2. Peristyl
    3. Vestibül
    4. Jupitertempel
    5. Kathedrale des heiligen Domnius
    6. Substruktionen des Diokletianpalastes
    7. Goldenes Tor
  • 4 Stopps

    Split am Meer

    Folge der Uferpromenade

    1. Riva-Promenade
    2. Matejuška
    3. Strand Bačvice
    4. Prokurative (Platz der Republik)
  • 3 Stopps

    Jenseits des Palastes

    Eine Festung, eine Galerie und die Geschichte der Stadt

    1. Festung Klis
    2. Meštrović-Galerie
    3. Stadtmuseum Split
  • 3 Stopps

    Verborgenes Split

    Antike und weniger bekannte Ecken der Stadt

    1. Rimsko kazalište
    2. Nadbiskupska palača
    3. Muzej vode u Splitu

Geheimtipps in Split

Diokletianpalast
Legendär
Sehenswürdigkeit

Diokletianpalast

Ein römischer Palast aus dem 4. Jahrhundert im Herzen von Split.

Foto: Ernest Hébrard (recoloured by DIREKTOR) / Public domain

Diokletianpalast
Sehenswürdigkeit Legendär

Diokletianpalast

Der Diokletianpalast ist kein Denkmal neben der Stadt, er ist die Stadt: Kaiser Diokletian ließ ihn um das Jahr 300 als Altersresidenz mit militärischem Grundriss errichten, eine quadratische Festung von rund dreißigtausend Quadratmetern mit vier Toren und Türmen, und Split entstand, indem die Menschen einzogen und nie wieder auszogen. Darum gibt es hier weder Eintrittskarte noch Öffnungszeit: Durch das Goldene, das Silberne, das Eiserne und das Eherne Tor betritt man einen lebenden Kern, in dem bis heute an die dreitausend Menschen wohnen, mit Wäsche in den Fenstern antiker Mauern und Cafés in kaiserlichen Gängen. Die UNESCO nahm den Palast 1979 ins Welterbe auf, als am besten erhaltenen spätantiken Palast der Welt. Die beste Art der Besichtigung ist, sich zu verlaufen: eine Stunde ohne Plan durch die Gassen, erst dann gezielt Peristyl, Kathedrale, Keller und Vestibül. Kommen Sie vor neun oder nach achtzehn Uhr, wenn die Kreuzfahrtgruppen gehen und der Stein seine Farbe zurückbekommt; und nachts, wenn die Beleuchtung die Mauern entzündet, zeigt der Palast, warum Split ihn nicht Ruine nennt, sondern Zuhause.

Insider-Tipp

Geh gleich bei Öffnung durch die kühlen Kellerhallen, bevor die Reisegruppen sie füllen.

Foto: Ernest Hébrard (recoloured by DIREKTOR) / Public domain

Kathedrale des heiligen Domnius
Legendär
Sehenswürdigkeit

Kathedrale des heiligen Domnius

Eine der ältesten Kathedralen der Welt, mit hohem romanischem Glockenturm.

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 4.0

Kathedrale des heiligen Domnius
Sehenswürdigkeit Legendär

Kathedrale des heiligen Domnius

Die Kathedrale des heiligen Domnius ist die größte Ironie der Geschichte, in Stein gehauen: Diokletian, der letzte große Christenverfolger, baute sich ein prachtvolles Mausoleum, und darin residiert seit nunmehr dreizehn Jahrhunderten eine Kathedrale, geweiht dem heiligen Domnius, jenem Bischof, den eben dieser Kaiser hinrichten ließ. Der oktogonale Bau mit seinem Säulenkranz ist das älteste Kathedralgebäude der Welt, das noch seinem Zweck dient: Der Kaisersarkophag verschwand, und um den antiken Kern lagerten sich romanische Kanzel, gotische Altäre, Buvinas Holztüren von 1214 mit achtundzwanzig Szenen aus dem Leben Christi und ein Chorgestühl unter den ältesten Dalmatiens. Der Glockenturm, gebaut vom 13. bis zum 16. Jahrhundert und um 1900 gründlich erneuert, wurde zum Symbol Splits: Der Aufstieg auf siebenundfünfzig Meter führt über schmale Stufen an offenen Bögen vorbei, doch der Blick auf Palast, Hafen und Inseln bezahlt jede Stufe. Die Karten kombinieren Krypta, Schatzkammer und Jupitertempel; Schultern bedeckt, die Turmschlange ist morgens am kürzesten. Zur Sudamja, um den siebten Mai, singt die Stadt ihrem Duje unter eben diesen Säulen.

Insider-Tipp

Steig früh die enge Glockenturmtreppe hinauf für den besten Blick über den Palast.

Öffnungszeiten
08:00-20:00

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 4.0

Festung Klis
Legendär
Sehenswürdigkeit

Festung Klis

Eine Bergfestung, die die Straße nach Split bewacht.

Foto: Općina Klis / CC BY-SA 4.0

Festung Klis
Sehenswürdigkeit Legendär

Festung Klis

Klis ist der Schlüssel Dalmatiens: eine Festung auf nacktem Fels im Sattel zwischen Mosor und Kozjak, dem einzigen natürlichen Pass aus dem Hinterland nach Split, um den zwei Jahrtausende lang um diese Klippe gekämpft wurde. Hier residierte Kroatiens mittelalterliche Macht, und seine größte Legende bekam Klis im 16. Jahrhundert, als Hauptmann Petar Kružić mit seinen Uskoken jahrzehntelang der osmanischen Macht trotzte; nach dem Fall von 1537 war die Festung ein Jahrhundert lang der westlichste Punkt des Osmanischen Reichs, bis Venedig sie 1648 zurückholte. Heute steigt man durch drei Verteidigungsringe zum Gipfel, wo sich ein Blick öffnet, der all das Blut erklärt: ganz Split wie auf der Handfläche, Inseln bis zum Horizont, und im Rücken das Steintor Richtung Bosnien. Serienfreunde kennen Klis als Meereen aus Game of Thrones. Zur Festung kommt man mit Auto oder Bus in gut zwanzig Minuten aus dem Zentrum; rechnen Sie mit anderthalb Stunden Rundgang, festen Schuhen und dem Wind, der hier immer arbeitet. Am schönsten ist es vor Sonnenuntergang, wenn der Stein rötet und die Stadt unten zu leuchten beginnt: Dann versteht man am besten, warum von diesem Felsen niemand freiwillig herabstieg.

Insider-Tipp

Fahr zum Sonnenuntergang hinauf: das Panorama über Split, Meer und Inseln vom Gipfel ist unübertroffen.

Foto: Općina Klis / CC BY-SA 4.0

Split nach Kategorie entdecken

Sehenswürdigkeiten

27
Diokletianpalast
Legendär
Sehenswürdigkeit

Diokletianpalast

Ein römischer Palast aus dem 4. Jahrhundert im Herzen von Split.

Foto: Ernest Hébrard (recoloured by DIREKTOR) / Public domain

Diokletianpalast
Sehenswürdigkeit Legendär

Diokletianpalast

Der Diokletianpalast ist kein Denkmal neben der Stadt, er ist die Stadt: Kaiser Diokletian ließ ihn um das Jahr 300 als Altersresidenz mit militärischem Grundriss errichten, eine quadratische Festung von rund dreißigtausend Quadratmetern mit vier Toren und Türmen, und Split entstand, indem die Menschen einzogen und nie wieder auszogen. Darum gibt es hier weder Eintrittskarte noch Öffnungszeit: Durch das Goldene, das Silberne, das Eiserne und das Eherne Tor betritt man einen lebenden Kern, in dem bis heute an die dreitausend Menschen wohnen, mit Wäsche in den Fenstern antiker Mauern und Cafés in kaiserlichen Gängen. Die UNESCO nahm den Palast 1979 ins Welterbe auf, als am besten erhaltenen spätantiken Palast der Welt. Die beste Art der Besichtigung ist, sich zu verlaufen: eine Stunde ohne Plan durch die Gassen, erst dann gezielt Peristyl, Kathedrale, Keller und Vestibül. Kommen Sie vor neun oder nach achtzehn Uhr, wenn die Kreuzfahrtgruppen gehen und der Stein seine Farbe zurückbekommt; und nachts, wenn die Beleuchtung die Mauern entzündet, zeigt der Palast, warum Split ihn nicht Ruine nennt, sondern Zuhause.

Insider-Tipp

Geh gleich bei Öffnung durch die kühlen Kellerhallen, bevor die Reisegruppen sie füllen.

Foto: Ernest Hébrard (recoloured by DIREKTOR) / Public domain

Kathedrale des heiligen Domnius
Legendär
Sehenswürdigkeit

Kathedrale des heiligen Domnius

Eine der ältesten Kathedralen der Welt, mit hohem romanischem Glockenturm.

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 4.0

Kathedrale des heiligen Domnius
Sehenswürdigkeit Legendär

Kathedrale des heiligen Domnius

Die Kathedrale des heiligen Domnius ist die größte Ironie der Geschichte, in Stein gehauen: Diokletian, der letzte große Christenverfolger, baute sich ein prachtvolles Mausoleum, und darin residiert seit nunmehr dreizehn Jahrhunderten eine Kathedrale, geweiht dem heiligen Domnius, jenem Bischof, den eben dieser Kaiser hinrichten ließ. Der oktogonale Bau mit seinem Säulenkranz ist das älteste Kathedralgebäude der Welt, das noch seinem Zweck dient: Der Kaisersarkophag verschwand, und um den antiken Kern lagerten sich romanische Kanzel, gotische Altäre, Buvinas Holztüren von 1214 mit achtundzwanzig Szenen aus dem Leben Christi und ein Chorgestühl unter den ältesten Dalmatiens. Der Glockenturm, gebaut vom 13. bis zum 16. Jahrhundert und um 1900 gründlich erneuert, wurde zum Symbol Splits: Der Aufstieg auf siebenundfünfzig Meter führt über schmale Stufen an offenen Bögen vorbei, doch der Blick auf Palast, Hafen und Inseln bezahlt jede Stufe. Die Karten kombinieren Krypta, Schatzkammer und Jupitertempel; Schultern bedeckt, die Turmschlange ist morgens am kürzesten. Zur Sudamja, um den siebten Mai, singt die Stadt ihrem Duje unter eben diesen Säulen.

Insider-Tipp

Steig früh die enge Glockenturmtreppe hinauf für den besten Blick über den Palast.

Öffnungszeiten
08:00-20:00

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 4.0

Festung Klis
Legendär
Sehenswürdigkeit

Festung Klis

Eine Bergfestung, die die Straße nach Split bewacht.

Foto: Općina Klis / CC BY-SA 4.0

Festung Klis
Sehenswürdigkeit Legendär

Festung Klis

Klis ist der Schlüssel Dalmatiens: eine Festung auf nacktem Fels im Sattel zwischen Mosor und Kozjak, dem einzigen natürlichen Pass aus dem Hinterland nach Split, um den zwei Jahrtausende lang um diese Klippe gekämpft wurde. Hier residierte Kroatiens mittelalterliche Macht, und seine größte Legende bekam Klis im 16. Jahrhundert, als Hauptmann Petar Kružić mit seinen Uskoken jahrzehntelang der osmanischen Macht trotzte; nach dem Fall von 1537 war die Festung ein Jahrhundert lang der westlichste Punkt des Osmanischen Reichs, bis Venedig sie 1648 zurückholte. Heute steigt man durch drei Verteidigungsringe zum Gipfel, wo sich ein Blick öffnet, der all das Blut erklärt: ganz Split wie auf der Handfläche, Inseln bis zum Horizont, und im Rücken das Steintor Richtung Bosnien. Serienfreunde kennen Klis als Meereen aus Game of Thrones. Zur Festung kommt man mit Auto oder Bus in gut zwanzig Minuten aus dem Zentrum; rechnen Sie mit anderthalb Stunden Rundgang, festen Schuhen und dem Wind, der hier immer arbeitet. Am schönsten ist es vor Sonnenuntergang, wenn der Stein rötet und die Stadt unten zu leuchten beginnt: Dann versteht man am besten, warum von diesem Felsen niemand freiwillig herabstieg.

Insider-Tipp

Fahr zum Sonnenuntergang hinauf: das Panorama über Split, Meer und Inseln vom Gipfel ist unübertroffen.

Foto: Općina Klis / CC BY-SA 4.0

Vestibül
Geheimtipp
Sehenswürdigkeit

Vestibül

Die kuppelüberwölbte Eingangshalle zu den kaiserlichen Gemächern, berühmt für ihre Akustik.

Foto: Following Hadrian / CC BY-SA 2.0

Vestibül
Sehenswürdigkeit Geheimtipp

Vestibül

Das Vestibül ist das Vorzimmer der Kaisergemächer und Splits wundersamster Klangraum: ein Rundsaal, dessen Kuppel längst das Gewölbe verlor, sodass er heute durch eine runde Öffnung direkt in den Himmel schaut. Hier ging es vom Peristyl zum Kaiser: Besucher warteten in der Rotunde auf die Audienz, einst mit Marmor und Mosaiken verkleidet, deren Leere heute ihre Stärke ist: nackter Stein, perfekte Geometrie und ein Kreis blauen Himmels ganz oben. Wegen des Kreises und des Steins hat das Vestibül ein Echo, das kein Konzertsaal erreicht: Fast täglich singen hier Klapa-Gruppen, A-cappella-Männerensembles, deren Stimmen die Wände hinaufklettern und durch die Öffnung zum Himmel hinausgehen; stellen Sie sich an die Wand, schließen Sie die Augen, und Sie haben das billigste Konzert des Mittelmeers, für eine Münze oder zwei im Hut. Durch das Vestibül geht es weiter zu den Kaisergemächern und zum Ethnographischen Museum, und den Blick durch die Öffnung jagen alle Kameras der Stadt: Der Glockenturm der Kathedrale lugt exakt durch den Rand des Kreises. Am stillsten ist es früh am Morgen, wenn schräges Licht durch die Öffnung fällt und der Saal einen Moment so aussieht, wie ihn der Kaiser dachte.

Insider-Tipp

Tritt ein und schau nach oben: Einheimische kennen die perfekte Kuppelakustik für eine Stimme.

Foto: Following Hadrian / CC BY-SA 2.0

Stadtviertel Varoš
Geheimtipp
Sehenswürdigkeit

Stadtviertel Varoš

Ein altes Fischer- und Arbeiterviertel mit engen Steingassen.

Foto: Kaiser87 / CC BY-SA 3.0

Stadtviertel Varoš
Sehenswürdigkeit Geheimtipp

Stadtviertel Varoš

Der Varoš ist Split vor dem Tourismus: die alte Vorstadt der Feldarbeiter und Fischer, die vom Westrand des Palastes zum Marjan klettert, ein Knäuel steiler Gassen, kleiner Steinhäuser mit grünen Läden und Höfen, in denen der Wein den Schatten macht. Hier wohnten die, die die Stadt ernährten, die Fischer der Matejuška und die Leute der Felder, und diese Bescheidenheit liest sich noch im Maßstab: Die Häuser sind klein, die Gassen so breit, wie ein Esel braucht, und die größten Bauten sind Kirchlein, darunter Sveti Mikula, eine romanische Miniatur des 12. Jahrhunderts, versteckt zwischen den Höfen. Heute ist der Varoš halb lebendes Viertel, halb Kulisse: Neben Großmüttern in den Fenstern mehren sich Apartments und Konobas, doch der Geist hält, besonders morgens, wenn das Viertel nach Kaffee und gebratenem Fisch riecht, und abends, wenn die Läufer vom Marjan zurückkommen. Spazieren Sie ohne Ziel: vom Šperun hinauf, dann links und rechts, wie die Gassen ziehen, bis zu den ersten Marjan-Stufen mit dem Blick auf Dächer und Glockenturm. Zehn Minuten von der Riva, und eine andere Welt: stiller, langsamer und viel näher an dem Split, das einmal war.

Insider-Tipp

Verlier dich in den steilen Steingassen: Wäscheleinen, Katzen und kein Souvenirladen.

Foto: Kaiser87 / CC BY-SA 3.0

Kaštilac (Kaštel Gomilica)
Geheimtipp
Sehenswürdigkeit

Kaštilac (Kaštel Gomilica)

Ein befestigtes Kastell der Benediktinerinnen aus Split von 1529, direkt am Meer.

Foto: Ivan T. / CC BY-SA 3.0

Kaštilac (Kaštel Gomilica)
Sehenswürdigkeit Geheimtipp

Kaštilac (Kaštel Gomilica)

Der Kaštilac ist der Grund, warum Kaštel Gomilica seinen Namen trägt: eine Festung auf einer Klippe im Meer, die die Spliter Benediktinerinnen 1529 errichteten, um ihre Feldarbeiter und deren Familien vor osmanischen Überfällen zu schützen. Die Nonnen, denen das Land im Feld von Kaštela seit dem Mittelalter gehörte, bauten einen quadratischen Turm mit Wehrmauer auf einem Inselchen, das ein steinernes Brückchen mit dem Festland verbindet; innerhalb der Mauern wuchs mit der Zeit eine ganze kleine Siedlung, Haus an Haus, die bis heute ihr ruhiges Leben lebt. Das macht den Kaštilac zum malerischsten aller Kastelle von Kaštela: Vom Ufer liest er sich wie ein steinernes Schiff, das vor dem Ort ankert, mit Waschsteinen und Booten im Vordergrund, und durch das Tor am Brückchen tritt man in Höfe, in denen Wäsche trocknet und Mittagessen duften. Serienfreunde erkennen die Kulissen von Braavos aus Game of Thrones. Von Split sind es gut fünfzehn Minuten mit Auto oder Vorortbus; die Besichtigung dauert eine halbe Stunde, doch die Stimmung verlangt mindestens eine, mit Baden am Brückchen und Kaffee an der kleinen Riva. Kombinieren Sie mit einem Spaziergang am Ufer von Kaštela: sieben Orte, sieben Kastelle, und dieses ist das fotogenste.

Insider-Tipp

Kaštilac ist als Drehort von Game of Thrones bekannt; komm früh, um es ohne Gedränge zu genießen.

Foto: Ivan T. / CC BY-SA 3.0

21 weitere Orte
  • Kaštel Kuparić
  • Svjetionik Pomorac
  • Rimsko kazalište
  • Nadbiskupska palača
  • Muzej vode u Splitu
  • Diokletian-Aquädukt
  • Amphitheater von Salona
  • Leuchtfeuer Zenta
  • Peristyl
  • Statue des Gregor von Nin
  • Substruktionen des Diokletianpalastes
  • Jupitertempel
  • Prokurative (Platz der Republik)
  • Goldenes Tor
  • Volksplatz (Pjaca)
  • Stadion Poljud (Hajduk)
  • Salona (Solin)
  • Silver Gate
  • Iron Gate
  • Brass Gate
  • Fruit Square

Aktivitäten

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Veliki Kabal (Mosor)
Legendär
Aktivität

Veliki Kabal (Mosor)

Der höchste Mosor-Gipfel mit Blick über Küste und Inseln.

Foto: Moson81 / CC BY-SA 4.0

Veliki Kabal (Mosor)
Aktivität Legendär

Veliki Kabal (Mosor)

Der Veliki Kabal ist das Dach des Mosor und der höchste Gipfel im unmittelbaren Hinterland Splits: tausenddreihundertneununddreißig Meter nackter Karst, der direkt hinter den Stadtvierteln aufsteigt, nah genug, um von der Riva gesehen zu werden, wild genug, um auf ihm zu vergessen, dass das Meer existiert. Der Anstieg ist eine echte Bergtour: Die Klassik startet im Dorf Sitno Gornje über die Berghütte Umberto Girometta, auf markiertem Pfad durch die Macchia und dann über Steinplatten und Karren, mit vier bis fünf Stunden Gehzeit für beide Richtungen und tausend Metern Anstieg. Die Belohnung wächst mit jedem Meter: unter den Füßen die ganze Spliter Agglomeration und die Inseln von Šolta bis Hvar, im Rücken das Steinmeer der Zagora, und am Gipfel ein Wind, der hier, wie die einheimischen Bergsteiger sagen, nie einen freien Tag nimmt. Der Mosor ist Karst ohne Quellen: Im Sommer drei Liter Wasser pro Person tragen, feste Schuhe für den scharfen Stein und eine geprüfte Vorhersage, denn bei Bora und Nebel verzeiht der Grat nicht. Die schönsten Zeiten sind Frühjahr und Herbst; im Sommer im Morgengrauen starten. Für Konditionierte ist dies das größte Naturabenteuer, das Split ohne Auto und Fähre bietet.

Insider-Tipp

Starte früh am Morgen und nimm reichlich Wasser mit, auf dem kahlen Karstgrat gibt es so gut wie keinen Schatten.

Öffnungszeiten
Immer zugänglich; vor dem Wandern Zugang, Wetter, Parkregeln und Tageslicht prüfen.

Foto: Moson81 / CC BY-SA 4.0

Sustipan
Geheimtipp
Aktivität

Sustipan

Stiller Park auf der Klippe: Zypressen über dem Meer.

Foto: Argo Navis / CC BY-SA 4.0

Sustipan
Aktivität Geheimtipp

Sustipan

Der Sustipan ist Splits eleganteste Stille: eine kleine Halbinsel hoch über der Einfahrt zum Stadthafen, ein Park aus Zypressen und Pinien an der Stelle des frühmittelalterlichen Benediktinerklosters des heiligen Stephan, nach dem das Kap heißt. Im 19. Jahrhundert wurde hier der Stadtfriedhof mit neoklassizistischem Pavillon angelegt; in den Fünfzigern wurde der Friedhof entfernt, und geblieben ist ein Park, in dem der Grundriss der Alleen und manch erhaltene Platte noch den feierlichen Ton halten. Heute ist der Sustipan der Ort zum Ausruhen von der Stadt: Bänke an der Klippe mit einem Blick, der vom Marjan über die Inseln zum Hafen läuft, Segelboote, die genau unter den Füßen in die ACI-Marina einlaufen, Brautpaare beim Fotografieren, Lesende im Schatten. Die Reste des Klosters und die kleine Stephanskirche stehen in einer Parkecke als Erinnerung, wie alt der Ort ist. Kommen Sie zum Sonnenuntergang: Die Sonne fällt exakt in die Passage zwischen Čiovo und Šolta, die Boote kehren in den Hafen zurück, und die Stadt im Rücken zündet langsam ihre Lichter. Zehn Gehminuten von der Riva, und die stillsten zehn Minuten, die Sie in Split finden werden.

Insider-Tipp

Einer der ruhigsten Sonnenuntergangsplätze in Split, wenige Minuten von der Riva und doch weit weg vom Trubel.

Foto: Argo Navis / CC BY-SA 4.0

Marjan-Hügel
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Marjan-Hügel

Pinienbewachsener Hügel über Split mit Inselblick vom Gipfel.

Foto: Airin / CC BY-SA 1.0

Marjan-Hügel
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Marjan-Hügel

Der Marjan ist die Lunge Splits und sein Versprechen, dass die Stadt nie nur Stein sein wird: ein hügeliger Halbinselwald von dreieinhalb Kilometern, der den Westhorizont schließt, mit Pinien bis ans Meer, einem Kreuzweg aus Kapellen an den Südklippen und dem Gipfel Telegrin auf hundertachtundsiebzig Metern. Die Spliter nennen ihn einfach den Berg, und auf ihm findet das halbe Sportleben der Stadt statt: Morgenläufer an der Ersten Vidilica, Radfahrer auf den Waldstraßen, Kletterer an den Felsen über Kašjuni, Schwimmer an den Stränden unterm Wald. Der Marjan ist als Parkwald geschützt und unbebaut, und so ist er heute wie vor hundert Jahren der Ort, an den man der Stadt entflieht, ohne sie zu verlassen: zehn Minuten Treppen vom Varoš, und der Lärm der Riva tauscht sich gegen Zikaden. Für die erste Begegnung nehmen Sie die Klassik: die Treppen zur Vidilica, Kaffee mit Aussicht, dann der Südweg an Kapellen und Einsiedlerhöhlen vorbei bis Bene und am Ufer zurück. Das sind zwei bis drei Stunden Gehen mit Baden nach Belieben; wer den Gipfel will, biegt zum Telegrin ab. Nehmen Sie Wasser mit und starten Sie vor der Hitze: Der Marjan ist am schönsten, solange die Stadt noch erwacht.

Insider-Tipp

Steig zum Sonnenuntergang auf den Telegrin; die Einheimischen joggen die Pinienwege, sobald der Tag abkühlt.

Foto: Airin / CC BY-SA 1.0

Riva-Promenade
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Riva-Promenade

Splits palmengesäumte Uferpromenade, das Wohnzimmer der Stadt.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Riva-Promenade
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Riva-Promenade

Die Riva ist Splits Wohnzimmer und der wichtigste Raum der Stadt, obwohl sie weder Wände noch Dach hat: zweihundertfünfzig Meter Promenade zwischen der Südmauer des Diokletianpalastes und dem Meer, mit doppelter Palmenreihe und Sonne, die von morgens bis dunkel auf sie fällt. Ihre heutige Form bekam sie Anfang des 19. Jahrhunderts unter der französischen Verwaltung, die an der antiken Mauer einen Spazierweg aufschüttete; die weißen Pergolen und das Pflaster kamen mit der großen Erneuerung von 2007, über die sich die Stadt so leidenschaftlich stritt, wie sie nur über die Riva streitet. Denn die Riva ist keine gewöhnliche Promenade: Man kommt, um zu sehen und gesehen zu werden, zum Morgenkaffee, der bis mittags dauert, zum Abendbummel, der eine Institution ist, zum Empfang der Sportler, zu Feiern und Protesten. Cafés halten die ganze Linie, die Preise liegen höher als eine Straße tiefer, doch bezahlt wird die Bühne, denn die Stühle schauen auf die Passanten wie auf ein Stück. Der Touristenrat ist einfach: Ein Kaffee auf der Riva ist so verpflichtend wie die Kathedrale, am besten morgens vor zehn, wenn das Licht auf den Palast fällt und die Stadt erst Anlauf nimmt. Alles andere in Split beginnt und endet hier.

Insider-Tipp

Komm am Samstagvormittag zur 'špica', wenn sich ganz Split zum Kaffee auf der Riva herausputzt.

Foto: dronepicr / CC BY 2.0

Meštrović-Galerie
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Meštrović-Galerie

Die Meeresvilla des Bildhauers, voller seiner Meisterwerke.

Foto: SchiDD / CC BY-SA 4.0

Meštrović-Galerie
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Die Galerie Meštrović ist das Haus, das sich der größte kroatische Bildhauer selbst baute und dann allen schenkte: eine prachtvolle Villa mit Garten an den Südhängen des Marjan, die Ivan Meštrović in den Dreißigern als Familienhaus und Atelier entwarf, mit Blick über die Palmen direkt aufs Meer. Die Geschichte wollte, dass er nur wenige Jahre darin verbrachte; er ging in die Emigration und schenkte die Villa mit Hunderten Werken dem Volk. Heute ist sie der schönste denkbare Rahmen für sein Werk: Marmor- und Bronzefiguren in lichtgefüllten Sälen, monumentale Skulpturen im Garten zwischen den Oliven, Zeichnungen und Familienporträts in den intimeren Räumen. Meštrović liest sich hier chronologisch und emotional, von der Wiener Sezession bis zu den religiösen Zyklen, und der Raum selbst zeigt, wie der Bildhauer dachte: Haus, Garten und Blick sind als eine Skulptur komponiert. Die Karte gilt auch für das Kaštelet hundert Meter weiter, die Kapelle mit seinen Holzreliefs des Lebens Christi, die viele für den Gipfel des Werks halten. Rechnen Sie anderthalb Stunden für beides, nachmittags wegen des Lichts im Garten; von der Riva ist es eine halbe Stunde am Ufer entlang oder eine kurze Fahrt.

Insider-Tipp

Heb dein Ticket auf und geh zum nahen Kaštelet: seine hölzernen Reliefs vom Leben Christi sind das eigentliche Highlight.

Foto: SchiDD / CC BY-SA 4.0

Matejuška
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Matejuška

Alter Fischerhafen, wo Split sich zum Sonnenuntergang trifft.

Foto: Fred Romero from Paris, France / CC BY 2.0

Matejuška
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Matejuška

Die Matejuška ist die Fischerseele Splits: ein kleines Hafenbecken am Westende der Riva, wo der Varoš das Meer berührt, mit Gajeta-Booten am Steg, Netzen über den Geländern und Häuschen, in denen Fischer noch ihr Werkzeug halten. Jahrhunderte stachen von hier jene in See, die die Stadt mit Sardinen ernährten, und diesen Arbeiterstammbaum trägt die Matejuška mit Stolz: Das Fischerdenkmal am Mol ist keine Touristendekoration, sondern ein Dank. Heute lebt das Becken ein Doppelleben. Tagsüber ist es Fischerhafen: Netze werden geflickt, in Booten wird gekramt, der Morgenfang wird verkauft. Abends wird es zum demokratischsten Treffpunkt der Stadt: Auf dem großen Betonmol, das alle Wellenbrecher nennen, sitzen Studenten, Arbeiter, Touristen und Gitarren, mit Bier aus dem Laden und den Beinen überm Meer, denn die Matejuška ist längst Splits inoffizielle Antwort auf teure Bars, der Ort, an dem Sonnenuntergang und Gesellschaft nichts kosten. Kaufen Sie ein Bier oder einen Saft, setzen Sie sich auf den Beton zu den anderen und sehen Sie zu, wie die Sonne hinter den Marjan fällt und die Lichter der Riva eins nach dem anderen angehen. Wer verstehen will, wie Split atmet, wenn es niemandem etwas verkauft, sieht es hier.

Insider-Tipp

Hol dir ein Getränk am Kiosk und such dir vor Sonnenuntergang einen Platz auf der Mole, wie die Einheimischen.

Foto: Fred Romero from Paris, France / CC BY 2.0

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  • Ethnographic Museum Split
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  • Ježinac Beach
  • Perun Ridge
  • Museum der Illusionen

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Fischmarkt (Ribarnica)
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Fischmarkt (Ribarnica)

Die Jugendstil-Fischhalle an der Marmontova: der Morgenfang auf Marmor, ein Schauspiel seit über hundert Jahren.

Foto: Argo Navis / CC BY-SA 4.0

Fischmarkt (Ribarnica)
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Fischmarkt (Ribarnica)

Die Ribarnica ist Splits Morgenoper: eine Sezessionshalle an der Marmontova aus den 1890ern, in der jeden Morgen der Fang auf Marmorbänke geschichtet wird, Sardinen und Sardellen in silbernen Haufen, Doraden und Wolfsbarsche, Kalmare, Scampi, manchmal ein Thunfisch, um den sich der halbe Markt versammelt. Die Verkäuferinnen rufen, Käufer prüfen Kiemen, Preise werden mit Kreide geschrieben und ändern sich, wie der Morgen voranschreitet; die Folklore ist laut, ehrlich und völlig ungespielt, denn dies ist keine Attraktion für Touristen, sondern der Service einer Stadt, die täglich Fisch isst. Die berühmteste Chronik der Ribarnica sind ihre Fliegen, genauer deren Ausbleiben: Neben der Halle treten schwefelige Thermalwässer aus, deren Geruch, wie die Spliter gern sagen, Fliegen besser vertreibt als jede Chemie. Die beste Zeit ist von sieben bis zehn, wenn die Auswahl vollständig ist; montags ist der Fang am dünnsten, denn sonntags ruht die Flotte. Haben Sie eine Küche, kaufen Sie Sardinen und fragen Sie nach Zubereitungsrat, Sie bekommen ihn dreistimmig; haben Sie keine, kommen Sie nur zum Schauen. Eine halbe Stunde Ribarnica zählt als Lektion mediterraner Ernährung, gratis und mit Meeresduft.

Insider-Tipp

Vor 9 Uhr kommen: dann kaufen die Kellner der besten Konobas der Stadt ein.

Foto: Argo Navis / CC BY-SA 4.0

Marmont Street
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Marmont Street

Splits glatte Flaniermeile: Schaufenster auf weißem Stein.

Foto: Mark Ahsmann / CC BY-SA 3.0

Marmont Street
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Marmont Street

Die Marmontova ist Splits Modelaufsteg: eine gerade Fußgängerstraße, die von der Riva nach Norden führt, breit, gepflastert und von Schaufenstern gerahmt, die einzige Straße im alten Split, die nach Plan und Regel gebaut wurde. Sie trägt den Namen des französischen Marschalls Marmont, Statthalter Dalmatiens unter Napoleon, der der Stadt Anfang des 19. Jahrhunderts mehr Gutes hinterließ als viele vor ihm: Er riss die Wälle nieder, die die Stadt erstickten, baute Straßen und führte den Städtebau ein, weshalb Split, eine Seltenheit für einen Besatzer, seinen Namen auf der schönsten Straße beließ. Heute ist die Marmontova Grenze und Verbindung zugleich: Östlich von ihr beginnt das Steinlabyrinth der Altstadt, westlich das bürgerliche Split des 19. Jahrhunderts mit den Prokurative. Man flaniert die Straße wie die Riva, die Fenster halten heimische und Weltmarken, und am Nordende mündet die Straße am Fischmarkt, wo der Laufsteg mit dem ehrlichsten möglichen Inhalt endet: frischem Fisch auf Eis. Gehen Sie die Marmontova am Abend, wenn die Fenster angehen und der Stein glänzt: Das ist Split in seiner bürgerlichen Ausgabe, ordentlich, hell und stolz auf die Linie, die es gerade hält.

Insider-Tipp

In einer Seitengasse liegt die Fischmarkthalle: morgens am lebhaftesten.

Foto: Mark Ahsmann / CC BY-SA 3.0

Mall of Split
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Mall of Split

Großes, modernes Einkaufszentrum für Shopping und Regentage.

Foto: Uspjeh je ključ života / CC BY-SA 4.0

Mall of Split
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Mall of Split

Die Mall of Split ist das größte Einkaufszentrum der Stadt: ein helles Haus im Norden Splits mit internationalen Modeketten, großem Supermarkt, Foodcourt und Kinosälen unter einem Dach. Dies ist die Adresse für Tage, an denen der Urlaub die Stadt statt des Strandes braucht: wenn die Bora die Fährzeiten kippt, wenn Regen das Baden absagt, wenn Kinder eine Stunde Klimaanlage und Pizza brauchen, oder wenn vor der Rückreise der Großeinkauf ansteht, denn die Preise sind dieselben wie im Rest des Landes, ohne Inselzuschläge. Die Anlage ist einfach und übersichtlich: breite Gänge, Aufzüge und Rampen für Kinderwagen, Hunderte freie Parkplätze, sodass auch mit vollem Auto und Kindern alles ohne Stress erledigt wird. Das Kino zeigt abends Filme meist im Original mit Untertiteln, was es auch für Gäste brauchbar macht. Vom Zentrum sind es zehn Minuten mit Auto oder Stadtbus; zu Fuß lohnt es nicht, dies ist eine Fahrt. Die touristische Rolle der Mall of Split ist klar und ehrbar: der Ersatzplan, der immer funktioniert, mit Öffnungszeiten bis spät am Abend und sonntags in der Saison.

Foto: Uspjeh je ključ života / CC BY-SA 4.0

Pazar (Grüner Markt)
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Pazar (Grüner Markt)

Der Stadtmarkt an der Ostmauer des Palasts: Obst, Gemüse und Stimmengewirr ab dem Morgengrauen, Split in Reinform.

Foto: Frombowen / CC BY-SA 4.0

Pazar (Grüner Markt)
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Pazar (Grüner Markt)

Der Pazar ist der Bauch Splits: der grüne Markt, der sich jeden Morgen an der Ostmauer des Diokletianpalastes um das Silberne Tor ausbreitet, auf einem Grund, auf dem gehandelt wird, seit es die Stadt gibt. Die Stände fügen sich zu Reihen von Obst, Gemüse, Käse, Prosciutto, Oliven und Blumen, an den Rändern auch Kleidung, Taschen und all das Unbeschreibliche, das einen echten Markt zum Markt macht; über allem die Möwen, die auf ihre Art Ordnung halten. Dies ist die Börse der dalmatinischen Saison: im Juni Kirschen und Aprikosen, im Juli Tomaten, die über den halben Platz duften, im Herbst Feigen, Trauben und die ersten Mandarinen aus dem Neretva-Tal. Feilschen ist in Maßen erlaubt, Kosten bietet sich von selbst an, und Bargeld bleibt die Hauptsprache. Am lebendigsten ist der Pazar von sieben bis elf; gegen Mittag klappen die Stände langsam zusammen, bis zwei bleibt nur das Gerippe. Kommen Sie mit leerer Tasche und Strandplan: Feigen, Käse, Tomaten und Brot aus der nahen Bäckerei fügen sich zu einem Mittagessen, das einer Konoba würdig ist. Und beobachten Sie: Am Pazar zeigt eine halbe Stunde, wie Split wirklich lebt, wer mit wem, was gegessen und worüber geredet wird.

Insider-Tipp

Feigen und Weichseln bei den Omas direkt an der Mauer kaufen: vom Garten in die Hand, ohne Umweg.

Foto: Frombowen / CC BY-SA 4.0

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Split: kurze Antworten

Wie komme ich vom Flughafen Split ins Zentrum?
Der Flughafen liegt bei Kaštela, rund zwanzig Kilometer außerhalb. Airport-Shuttle und Stadtbus 37 fahren zum Busbahnhof am Hafen, der Shuttle braucht etwa dreißig Minuten. Taxi oder App kosten ein Mehrfaches, dafür von Tür zu Tür.
Kostet der Palast Eintritt?
Das Palastviertel selbst ist rund um die Uhr frei, es ist schlicht die Altstadt. Tickets gelten nur für einzelne Bauten darin: die Kathedrale mit Glockenturm, das Baptisterium und die Substruktionen an der Südseite.
Welche Insel ist der beste Tagesausflug ab Split?
Brač, wegen der dichten Supetar-Fähre, die die Planung leicht macht, weiter per Bus oder Transfer nach Bol zum Zlatni rat. Die Stadt Hvar ist die Glamour-Variante per Katamaran, Šolta die ruhige direkt vor der Stadt.

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