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Rovinj. Sehenswürdigkeiten, Karte und Geheimtipps

45 kuratierte Orte· 5 Geheimtipps
Rovinj
Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0

Rovinj wächst direkt aus dem Meer, ein Kegel ockerfarbener und rosafarbener Fassaden, gestapelt bis zum Glockenturm der Euphemia, deren kupferne Heilige sich mit dem Wind dreht. Bis 1763 war die Altstadt eine Insel, und ihre Gassen verhalten sich noch heute so: Sie enden im Wasser, an Wäscheleinen und an plötzlichen Ausblicken.

Drumherum Istrien in seiner italienischsten Form: eine per Statut zweisprachige Stadt, Batana-Boote im Hafen, und der bewaldete Park Zlatni rt, der direkt an den Südstränden beginnt.

Rovinj Sehenswürdigkeiten: die Stadt auf der Insel

Die nächsten 7 Tage

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Klima Monat für Monat

Zehnjahresmittel für Rovinj: So sieht ein Monat normalerweise aus, unabhängig davon, was diese Woche gerade macht.

MonatTag °CNacht °CRegentageMeer °C
Januar104913
Februar1161012
März148912
April1711914
Mai21151318
Juni2620923
Juli2922827
August2922627
September24181025
Oktober20141021
November15101118
Dezember1261015

Luft 2015 bis 2024, Meer 2022 bis 2024. Ein Regentag zählt ab 1 mm. Daten von Open-Meteo.com

Strände in Rovinj

Škaraba Beach
Aktivität

Škaraba Beach

Ein unaufgeregter felsiger Strand entlang der Küste von Rovinj.

Foto: Zoran Kurelić Rabko / CC BY-SA 3.0

Škaraba Beach
Aktivität

Škaraba Beach

Škaraba ist das letzte Kap des Stadtbadens und das erste Kap der Wildnis: das felsige Ende des Waldes von Zlatni rt, wo hergerichtete Wege in Pfade übergehen und Strände in eine Reihe von Steinbänken über tiefem Meer. Man kommt für drei Dinge, die der Nordteil des Parks nicht bietet: Einsamkeit selbst an einem Sommerwerktag, Felssprünge von zwei bis sechs Metern nach Wahl und eine Unterwasserwelt, die steil in die Bläue stürzt, Lieblingspunkt der städtischen Maskentaucher. Schatten geben Pinien, die sich über die Kante neigen, Handtuchplatz gibt es immer, denn die Badenden verteilen sich über die Bänke, statt sich nebeneinanderzulegen. Ausstattung gibt es keinerlei, weder Kiosk noch Dusche, der Rucksack muss also alles tragen, zuerst Wasser. Nach Škaraba gelangt man zu Fuß durch den Park, gut zwanzig Minuten vom Eingang, oder übers Meer, per Kajak die Küste entlang, was auch der schönste Zugang ist. Vorsicht mit Kindern, die Bänke stehen hoch überm Wasser und ohne Geländer. Die Belohnung für die kleine Mühe ist ein Meer, wie es vor dem Tourismus war: tief, kalt beim Einstieg und ganz das Ihre.

Foto: Zoran Kurelić Rabko / CC BY-SA 3.0

Cisterna Beach
Aktivität

Cisterna Beach

Eine kleine Badestelle auf den Felsen an Rovinjs Küste.

Foto: H. Zell / CC BY-SA 3.0

Cisterna Beach
Aktivität

Cisterna Beach

Die Cisterna ist eine Bucht im Südteil des Waldes von Zlatni rt, benannt nach der alten Steinzisterne im Hinterland, die einst den Park tränkte: die kleinere, stillere Schwester der Lone, mit einer Mischung aus feinem Kiesel und Steinplatten und einem Meer, das langsam genug für Familien und schnell genug für Schwimmer tief wird. Pinien umarmen die Bucht von beiden Seiten, natürlicher Schatten hält bis in den Nachmittag; Liegen und Musik gibt es nicht, und genau deshalb wählen sie jene, denen Mulini zu laut und Škaraba zu anspruchsvoll ist. Der Grund ist überwiegend felsig mit Sandtaschen, das Wasser hält sich dank der Parklage unter den saubersten der Stadt, und die Maske zeigt an den Randfelsen immer etwas. Zur Cisterna gelangt man über den Parkweg zu Fuß oder per Rad, gut zwanzig Minuten vom Eingang des Zlatni rt; unterwegs warten Trinkbrunnen und Bänke. Ausstattung gibt es keine, also alles Eigene mitbringen und alles wieder mitnehmen. Die Cisterna ist eine Bucht für den ganzen Tag mit Buch: nah genug an der Stadt, um ohne Plan zu kommen, fern genug, um die Uhrzeit zu vergessen.

Foto: H. Zell / CC BY-SA 3.0

Monte Beach
Aktivität

Monte Beach

Eine Badestelle entlang Rovinjs felsiger Küste.

Foto: Visitrovinj / CC BY-SA 3.0

Monte Beach
Aktivität

Monte Beach

Monte ist der Strand, den man von Postkarten kennt, bevor man je in Rovinj war: Steinplatten und Betonterrassen direkt unter dem Glockenturm der heiligen Euphemia, wo man aus der Altstadt über Leitern und mit Sprüngen ins Meer steigt. Dies ist Istriens urbanstes Baden, der Badeanzug wird drei Minuten von der Kathedrale angezogen, und zwischen zwei Zügen blickt man geradewegs auf Fassaden, die aus dem Wasser wachsen. Der Grund ist sofort tief und felsig, weshalb Monte den Schwimmern, Springern und allen gehört, die zum Glück keine Liege brauchen; Familien mit kleinen Kindern werden an der Lone oder am Porton Biondi glücklicher. Platz ist knapp und im Sommer bis zehn Uhr belegt, doch der Wechsel ist stetig, Geduldige erben immer eine Platte im Pinienschatten. Mitnehmen: Felsschuhe, eine Maske, denn das Leben an den Steinen ist rege, und Wasser, denn außer einer Bar gibt es nichts. Der Sonnenuntergang ist der Moment, für den man kommt: Die Sonne sinkt genau voraus, das Meer vergoldet sich, und über dem Kopf läuten die Abendglocken. Eine bessere Verbindung aus Bad und Bühnenbild bietet die Adria kaum.

Foto: Visitrovinj / CC BY-SA 3.0

Baluota Beach
Aktivität

Baluota Beach

Eine ruhige Badebucht nahe Rovinjs Altstadt.

Foto: Visitrovinj / CC BY-SA 3.0

Baluota Beach
Aktivität

Baluota Beach

Die Baluota ist die südliche Fortsetzung des Badens unter der Altstadt: ein Gürtel aus Felsen und Steinplatten von Monte Richtung Zlatni rt, wo Rovinjer Familien seit Generationen jede ihre Platte haben, beim Namen bekannt und vererbt wie ein Weinberg. Man kommt nicht der Ausstattung wegen, denn es gibt keine, sondern des Rituals wegen: Handtuch auf denselben Stein, zwei Sprünge vom selben Felsen, Kaffee in der Bar darüber und Gespräche mit immer denselben Nachbarn. Das Meer ist tief, sauber und bis zum Grund durchsichtig, und das Leben an den Felsen macht die Maske lohnender als irgendwo sonst in der Stadt. Touristen sind auf der Baluota Gäste im besten Sinn: willkommen, solange sie die ungeschriebenen Regeln achten, keinen fremden Stein besetzen, wenn ihn ein Handtuch markiert, keine Musik spielen und nichts zurücklassen. Der Einstieg führt über Felsen, Badeschuhe und etwas Geschick gehören also dazu. Kommen Sie werktags vor Mittag oder in der Dämmerung: Dann zeigt die Baluota, warum die Einheimischen sie gegen keinen hergerichteten Strand tauschen, Ruhe, Tiefe und den Blick aufs offene Meer ohne einen einzigen Sonnenschirm.

Foto: Visitrovinj / CC BY-SA 3.0

Mulini Beach
Aktivität

Mulini Beach

Ein beliebter Badeplatz an der Küste direkt vor Rovinjs Altstadt.

Foto: Silverije / CC BY-SA 4.0

Mulini Beach
Aktivität

Mulini Beach

Mulini ist Rovinjs Antwort auf die Frage, wie sich Design und Öffentlichkeit verbinden: ein Strand in der Bucht zwischen Marina und dem Eingang zum Zlatni rt, umgestaltet zusammen mit den benachbarten Spitzenhotels, mit Holzdecks, hergerichteten Plateaus und einer Bar, die abends bekannter ist als manche Clubs. Das Meer ist auch hier istrisch durchsichtig, der Einstieg führt über Kiesel und Platten, und die Tiefe kommt schnell, genau richtig zum echten Schwimmen. Mulini ist der einzige Strand Rovinjs, an dem man zwischen Sonnenuntergangscocktail und Baden nicht wählen muss: Viele kommen nachmittags, bleiben bis zum ersten Dunkel und essen zwei Schritte weiter zu Abend. Wegen der Hotelnähe tragen Teile der Plateaus bezahlte Liegen, doch die Steinränder und die Rasenfläche bleiben frei; Handtuch und Mulini sind nicht verfeindet. Vom Zentrum bringt einen die ebene Promenade an der Marina in zehn Minuten her, ohne eine einzige Stufe, was dies auch zum zugänglichsten Bad für Kinderwagen macht und für alle, denen die Felsen der Baluota nicht liegen. WLAN, Duschen und Musik gehören zum Angebot; die Stille findet man hundert Meter weiter im Park.

Foto: Silverije / CC BY-SA 4.0

Cuvi Beach
Aktivität

Cuvi Beach

Eine felsige Badestelle an Rovinjs Küste, im Schatten von Pinien.

Foto: Mateusz Kamiński from Gdańsk, Poland / CC BY 2.0

Cuvi Beach
Aktivität

Cuvi Beach

Cuvi ist der Strand des Rovinjer Alltags: ein langer Zug aus Kieseln und Steinplateaus südlich des Zlatni rt, wohin die Einheimischen gehen, wenn sie Meer ohne Vorstellung wollen. Der Pinienwald fällt fast bis ans Wasser und teilt den Strand in Büchtchen, sodass jeder seins findet: Familien das Flachwasser mit groben Kieseln, Schwimmer die tiefen, klaren Bahnen Richtung offenes Meer, Hunde mit ihren Menschen das markierte Westende, einen der offiziellen Hundestrände der Stadt. Die Ausstattung ist maßvoll, Dusche, Kabine, Saisonkiosk und Parkplatz am Wald, alles andere ist Pinienschatten und ein Meer, das sich ohne eine einzige Insel bis zum Horizont dehnt: Am Cuvi versinkt die Sonne in klarer See, was an der nördlichen Adria seltener ist, als man denkt. Vom Ort führt auch der Küstenweg hierher, angenehme dreißig Gehminuten durch den Park, oder drei Kilometer mit dem Auto. Im Sommer atmet Cuvi am leichtesten von allen Stadtstränden, weil er den meisten Raum hat; im September, wenn die Touristen gehen, wird er, was er immer war, ein Wohnzimmer des Viertels mit Blick aufs offene Meer.

Foto: Mateusz Kamiński from Gdańsk, Poland / CC BY 2.0

Unsere Tipps

Was wir rund um Rovinj machen würden

Tagesausflüge in Reichweite von Rovinj, dazu die Routen und stillen Ecken, zu denen unsere Redaktion immer wieder zurückkehrt.

Routen für Rovinj

  • 7 Stopps

    Die Grisia hinauf zu St. Euphemia

    Durch die Malergasse auf die Spitze der Altstadt

    1. Balbi-Bogen
    2. Rovinj Town Clock
    3. Rovinj Heritage Museum
    4. Grisia-Gasse
    5. Kirche der heiligen Euphemia
    6. Batana-Ökomuseum
    7. Hafen von Rovinj

Geheimtipps in Rovinj

Kirche der heiligen Euphemia
Legendär
Sehenswürdigkeit

Kirche der heiligen Euphemia

Eine barocke Kirche über der Altstadt, ihr Glockenturm dem Markusturm Venedigs nachempfunden.

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0

Kirche der heiligen Euphemia
Sehenswürdigkeit Legendär

Kirche der heiligen Euphemia

Die heilige Euphemia ist Rovinjs Dach und Kompass zugleich: Die 1736 vollendete Barockkirche sitzt auf der Kuppe des Altstadthügels, und ihr sechzig Meter hoher Glockenturm, dem Campanile von San Marco in Venedig nachempfunden, ist von See aus früher sichtbar als die Stadt selbst. Auf der Spitze dreht sich eine kupferne Statue der Heiligen und zeigt den Fischern den Wind: Blickt Euphemia landeinwärts, kommt der Jugo. Innen, hinter dem Hauptaltar, liegt ihr steinerner Sarkophag; die Überlieferung sagt, er sei im Jahr 800 aus Konstantinopel herangetrieben und von den Bewohnern unter Gebeten den Hügel hinaufgezogen worden. Der Festtag der Heiligen am 16. September ist bis heute Rovinjs größter Tag, mit Pilgern aus ganz Istrien. Wen Holzstufen nicht schrecken, der steige auf den Turm: Der Blick umfasst die ganze Altstadt, die Inseln Katarina und Sveti Andrija und die Küste bis zum Limkanal. Der Eintritt in die Kirche ist frei, der Turm kostet symbolisch; am stillsten ist es früh am Morgen, bevor der Besucherstrom die Grisia hinaufzieht.

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini
Geheimtipp
Sehenswürdigkeit

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini

Ein Leuchtturm auf einem Riff vor Rovinj, von Einheimischen La Lanterna genannt.

Foto: Arnoldius / CC BY-SA 3.0

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini
Sehenswürdigkeit Geheimtipp

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini

Der Leuchtturm Sveti Ivan auf offener See steht auf der äußersten Klippe des Rovinjer Archipels, fünfeinhalb Meilen südwestlich der Stadt: ein Steinturm von dreiundzwanzig Metern, errichtet 1853, dessen Licht bis heute Schiffe durch die mittlere Adria führt. Die Klippe ist kahl und niedrig, bei schlechtem Wetter spülen Wellen darüber, weshalb das Leuchtturmleben hier anderthalb Jahrhunderte strengste Einsamkeit bedeutete; mit der Automatisierung ging die Besatzung, der Leuchtturm blieb, und in seinem Haus kann man heute im Robinson-Tourismus nächtigen. Für Tagesbesucher ist Sveti Ivan das Ziel eines Bootsausflugs oder, für Erfahrene, einer Kajakfahrt bei ruhiger See: Um die Klippe stürzt der Meeresgrund steil in die Bläue, mit Fischschwärmen und mancher Amphore in der Tiefe, weshalb dies ein Lieblingspunkt der Taucher ist. Das Anlanden hängt von Welle und Willen des Skippers ab; oft bleibt man an der Klippe und badet vom Boot. Nehmen Sie jedenfalls Hut und Wasser mit, denn auf der Klippe gibt es weder Schatten noch Quelle, nur den Turm, die Möwen und die offene See, für die man kommt: Hier sieht man zum ersten Mal, wie groß die Adria ist.

Insider-Tipp

Der Leuchtturm ist nur per Boot erreichbar; frag nach Ausflügen vom Hafen Rovinj.

Foto: Arnoldius / CC BY-SA 3.0

Aquarium Ruđer Bošković
Geheimtipp
Sehenswürdigkeit

Aquarium Ruđer Bošković

Ein Museum in Rovinj mit einer lokalen Sammlung, auch bei Regen lohnend.

Foto: Yoichi Okamoto / Public domain

Aquarium Ruđer Bošković
Sehenswürdigkeit Geheimtipp

Aquarium Ruđer Bošković

Das Zentrum für Meeresforschung des Instituts Ruđer Bošković ist Rovinjs stille wissenschaftliche Seite: In den Gebäuden an der Valdibora, über und um das historische Aquarium, arbeiten seit mehr als einem Jahrhundert Biologen, Chemiker und Ozeanographen, die die Adria messen, zählen und hüten. Die Station wurde 1891 als Berliner Zoologische Station gegründet, eines der ersten Meereslabore Europas, und gehört seit den 1970ern zum größten kroatischen Wissenschaftsinstitut; von hier läuft das Forschungsschiff Burin aus, hier werden Temperatur, Salzgehalt und Leben der Nordadria in Datenreihen von einem halben Jahrhundert verfolgt, kostbar heute, da sich das Meer schneller wandelt als je. Für Besucher ist das Zentrum meist die Kulisse hinter dem Aquarium, doch es lohnt zu wissen, worauf man blickt: die Laborlichter am Abend, Taucher mit Flaschen am Mol, Studenten im Praktikum. Gelegentlich, am Tag des Instituts oder zur Nacht der Forscher, öffnen sich die Türen der Öffentlichkeit, mit Werkstätten für Kinder; die Termine gibt die Stadt bekannt. Ohne dieses Zentrum wäre Rovinj nur schön; mit ihm ist es auch klug, eine Stadt, die ihr Meer nicht nur verkauft, sondern versteht.

Insider-Tipp

Prüfe vorab die Öffnungszeiten; kleine Museen haben außerhalb der Saison kurze Zeiten.

Foto: Yoichi Okamoto / Public domain

Rovinj nach Kategorie entdecken

Sehenswürdigkeiten

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Kirche der heiligen Euphemia
Legendär
Sehenswürdigkeit

Kirche der heiligen Euphemia

Eine barocke Kirche über der Altstadt, ihr Glockenturm dem Markusturm Venedigs nachempfunden.

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0

Kirche der heiligen Euphemia
Sehenswürdigkeit Legendär

Kirche der heiligen Euphemia

Die heilige Euphemia ist Rovinjs Dach und Kompass zugleich: Die 1736 vollendete Barockkirche sitzt auf der Kuppe des Altstadthügels, und ihr sechzig Meter hoher Glockenturm, dem Campanile von San Marco in Venedig nachempfunden, ist von See aus früher sichtbar als die Stadt selbst. Auf der Spitze dreht sich eine kupferne Statue der Heiligen und zeigt den Fischern den Wind: Blickt Euphemia landeinwärts, kommt der Jugo. Innen, hinter dem Hauptaltar, liegt ihr steinerner Sarkophag; die Überlieferung sagt, er sei im Jahr 800 aus Konstantinopel herangetrieben und von den Bewohnern unter Gebeten den Hügel hinaufgezogen worden. Der Festtag der Heiligen am 16. September ist bis heute Rovinjs größter Tag, mit Pilgern aus ganz Istrien. Wen Holzstufen nicht schrecken, der steige auf den Turm: Der Blick umfasst die ganze Altstadt, die Inseln Katarina und Sveti Andrija und die Küste bis zum Limkanal. Der Eintritt in die Kirche ist frei, der Turm kostet symbolisch; am stillsten ist es früh am Morgen, bevor der Besucherstrom die Grisia hinaufzieht.

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini
Geheimtipp
Sehenswürdigkeit

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini

Ein Leuchtturm auf einem Riff vor Rovinj, von Einheimischen La Lanterna genannt.

Foto: Arnoldius / CC BY-SA 3.0

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini
Sehenswürdigkeit Geheimtipp

Leuchtturm Sveti Ivan na pučini

Der Leuchtturm Sveti Ivan auf offener See steht auf der äußersten Klippe des Rovinjer Archipels, fünfeinhalb Meilen südwestlich der Stadt: ein Steinturm von dreiundzwanzig Metern, errichtet 1853, dessen Licht bis heute Schiffe durch die mittlere Adria führt. Die Klippe ist kahl und niedrig, bei schlechtem Wetter spülen Wellen darüber, weshalb das Leuchtturmleben hier anderthalb Jahrhunderte strengste Einsamkeit bedeutete; mit der Automatisierung ging die Besatzung, der Leuchtturm blieb, und in seinem Haus kann man heute im Robinson-Tourismus nächtigen. Für Tagesbesucher ist Sveti Ivan das Ziel eines Bootsausflugs oder, für Erfahrene, einer Kajakfahrt bei ruhiger See: Um die Klippe stürzt der Meeresgrund steil in die Bläue, mit Fischschwärmen und mancher Amphore in der Tiefe, weshalb dies ein Lieblingspunkt der Taucher ist. Das Anlanden hängt von Welle und Willen des Skippers ab; oft bleibt man an der Klippe und badet vom Boot. Nehmen Sie jedenfalls Hut und Wasser mit, denn auf der Klippe gibt es weder Schatten noch Quelle, nur den Turm, die Möwen und die offene See, für die man kommt: Hier sieht man zum ersten Mal, wie groß die Adria ist.

Insider-Tipp

Der Leuchtturm ist nur per Boot erreichbar; frag nach Ausflügen vom Hafen Rovinj.

Foto: Arnoldius / CC BY-SA 3.0

Aquarium Ruđer Bošković
Geheimtipp
Sehenswürdigkeit

Aquarium Ruđer Bošković

Ein Museum in Rovinj mit einer lokalen Sammlung, auch bei Regen lohnend.

Foto: Yoichi Okamoto / Public domain

Aquarium Ruđer Bošković
Sehenswürdigkeit Geheimtipp

Aquarium Ruđer Bošković

Das Zentrum für Meeresforschung des Instituts Ruđer Bošković ist Rovinjs stille wissenschaftliche Seite: In den Gebäuden an der Valdibora, über und um das historische Aquarium, arbeiten seit mehr als einem Jahrhundert Biologen, Chemiker und Ozeanographen, die die Adria messen, zählen und hüten. Die Station wurde 1891 als Berliner Zoologische Station gegründet, eines der ersten Meereslabore Europas, und gehört seit den 1970ern zum größten kroatischen Wissenschaftsinstitut; von hier läuft das Forschungsschiff Burin aus, hier werden Temperatur, Salzgehalt und Leben der Nordadria in Datenreihen von einem halben Jahrhundert verfolgt, kostbar heute, da sich das Meer schneller wandelt als je. Für Besucher ist das Zentrum meist die Kulisse hinter dem Aquarium, doch es lohnt zu wissen, worauf man blickt: die Laborlichter am Abend, Taucher mit Flaschen am Mol, Studenten im Praktikum. Gelegentlich, am Tag des Instituts oder zur Nacht der Forscher, öffnen sich die Türen der Öffentlichkeit, mit Werkstätten für Kinder; die Termine gibt die Stadt bekannt. Ohne dieses Zentrum wäre Rovinj nur schön; mit ihm ist es auch klug, eine Stadt, die ihr Meer nicht nur verkauft, sondern versteht.

Insider-Tipp

Prüfe vorab die Öffnungszeiten; kleine Museen haben außerhalb der Saison kurze Zeiten.

Foto: Yoichi Okamoto / Public domain

Altstadt
Sehenswürdigkeit

Altstadt

Eine ehemalige Insel voller gepflasterter Gassen und Pastellhäuser, die aus dem Meer aufsteigen.

Foto: Einaz80 / CC BY-SA 4.0

Altstadt
Sehenswürdigkeit

Altstadt

Das alte Rovinj war bis 1763 eine Insel: Dann wurde der Kanal zum Festland zugeschüttet, und eine Stadt, die jahrhundertelang auf ihrem Felsen nur nach oben und enger wachsen konnte, blieb das am dichtesten gewebte Küstenlabyrinth der Adria. Die Häuser wachsen direkt aus dem Meer, ihre Wäsche hängt über den Wellen, und die Gassen sind so schmal, dass sich Nachbarinnen über sie hinweg die Hand geben. Die venezianische Herrschaft vom 13. bis zum 18. Jahrhundert hinterließ der Stadt die Sprache der Fassaden, geflügelte Löwen und einen Glockenturm nach dem Vorbild von San Marco; der Fischeralltag hinterließ die Batana-Boote, die Spacio-Schänken und die Gewohnheit, das Abendessen auf der Türschwelle zu essen. Der schönste Einstieg führt durch den Balbi-Bogen und die Grisia hinauf zur heiligen Euphemia, doch das wahre Rovinj zeigt sich beim Abbiegen: in Gassen, die im Meer enden, Höfen mit Kakteen in Blecheimern, Fenstern, aus denen gebratener Fisch duftet. Umrunden Sie die Stadt am Ufer und steigen Sie dann mittendurch: eine halbe Stunde Gehen, zwei Stunden Anhalten. Der Morgen gehört Fischern und Bäckereien, der Nachmittag den Malern, und nachts, wenn der Stein abkühlt, kehrt die alte, stille Insel zurück.

Foto: Einaz80 / CC BY-SA 4.0

Hafen von Rovinj
Sehenswürdigkeit

Hafen von Rovinj

Eine malerische Uferpromenade mit Fischerbooten unterhalb der pastellfarbenen Altstadt.

Foto: Tiefkuehlfan / CC BY-SA 4.0

Hafen von Rovinj
Sehenswürdigkeit

Hafen von Rovinj

Rovinjs Hafen umarmt die Halbinsel von zwei Seiten: Die Nordriva an der Valdibora empfängt die Fischerboote und ihre Gajeta-Schwestern, während der kleine Südhafen unter der Altstadt die Batanas, Beiboote und Reihen der Ausflugsschiffe hütet. Hier sieht man am besten, dass Rovinj noch immer Fischerstadt ist: Morgens werden Kisten entladen, Möwen eskortieren jeden Handgriff, und Käufer warten, dass der Fisch direkt von Deck auf den Stand der Fischhalle wandert. Tagsüber ist der Hafen Startpunkt zu den Inseln, zum Limkanal und zu abendlichen Panoramafahrten; Preistafeln stehen an den Molen, und eine Abmachung mit den Bootsleuten gilt noch immer so viel wie ein Handschlag. Der Abend gehört den Spaziergängern: Die Lichter gehen in einer Kette an, die Batanas schaukeln am Liegeplatz, und von den Terrassen an der Riva sieht man den Glockenturm die Farben wechseln. Runden Sie beide Gesichter des Hafens in einer Zwanzig-Minuten-Schleife und enden Sie am Südmol: Von dort öffnet sich der schönste Blick auf die Häuser, die direkt aus dem Meer wachsen, das Motiv, durch das die halbe Welt von Rovinj gehört hat.

Foto: Tiefkuehlfan / CC BY-SA 4.0

Rovinj Heritage Museum
Sehenswürdigkeit

Rovinj Heritage Museum

Ein lokales Museum, das die Geschichte und das Erbe von Rovinj bewahrt.

Foto: Dguendel / CC BY 3.0

Rovinj Heritage Museum
Sehenswürdigkeit

Rovinj Heritage Museum

Das Heimatmuseum der Stadt Rovinj wohnt im Barockpalast der Familie Califfi am Marschall-Tito-Platz, zwei Schritte von der Riva: ein Adelshaus des 17. Jahrhunderts, in dem sich seit 1954 das Gedächtnis der Stadt stapelt. Die Sammlung ist so vielfältig wie die Stadt: Archäologie von der Monkodonja und den umliegenden Wallburgen, venezianische Malerei vom 15. bis 18. Jahrhundert mit Altmeistern, wie sie kleine Städte selten besitzen, eine Stube der alten Rovinjer Küche, Schiffsmodelle und die Volkskunde der Fischerwelt. Besonders ist die Gegenwartsabteilung: Seit den Sechzigern kauft das Museum Werke der Grisia-Ausstellung an, sodass sich hier auch die Geschichte der Rovinjer Malerkolonie liest. Das Gebäude ist selbst ein Exponat, mit Steintreppe, Stuck und Salonblick direkt auf den Glockenturm. Das Museum ist das angenehme Gegengewicht zur Mittagshitze: eine Stunde Kühle, Kultur und Stille mitten im lebhaftesten Teil der Stadt. Die Sommerzeiten reichen bis in den Abend, im Winter sind sie kürzer; die Eintrittskarte gehört zu jenen, die man ohne Nachdenken zahlt. Zum Schluss ein Blick auf den Platz: Palast, Uhr und kleiner Brunnen bilden Rovinjs harmonischsten Salon unter freiem Himmel.

Foto: Dguendel / CC BY 3.0

12 weitere Orte
  • Limska gradina (Wallburg)
  • Church of the Holy Trinity
  • Church of St Thomas
  • Chapel of Madonna della Salute
  • Monkodonja Hillfort
  • Dvigrad Ruins
  • Adris Old Tobacco Factory
  • Grisia-Gasse
  • Batana-Ökomuseum
  • Balbi-Bogen
  • Rovinj Town Clock
  • Rovinj Aquarium

Aktivitäten

24
Waldpark Zlatni rt (Punta Corrente)
Aktivität

Waldpark Zlatni rt (Punta Corrente)

Ein Waldpark am Meer aus Zypressen und Pinien mit Felsstränden und schattigen Wegen.

Foto: Neoteniyx / CC BY-SA 4.0

Waldpark Zlatni rt (Punta Corrente)
Aktivität

Waldpark Zlatni rt (Punta Corrente)

Zlatni rt, die Punta Corrente, ist der nobelste Park der kroatischen Küste: hundert Hektar hundertjähriger Wald, ab den 1890ern gepflanzt vom Wiener Industriellen Georg Hütterott, der von einem Klimakurort träumte. Der Kurort kam nie, der Wald schon: Zypressenalleen, Himalajazedern, Pinien und Steineichen überdachen heute ein Netz von Pfaden, an denen sich Buchten mit dem saubersten Stadtmeer reihen. Der Park beginnt zehn Gehminuten südlich des Zentrums, hinter dem Jachthafen, und lebt im Rhythmus der Stadt: Der Morgen gehört Läufern und Schwimmern, der Tag badenden Familien, der Abend Hundespaziergängern und Paaren auf Bänken. Gebadet wird am ganzen Rand, von den Betonplatten am ehemaligen Steinbruch, wo heute Kletterer in den Wänden hängen, bis zu den Kieseln der Bucht Lone. Der Eintritt ist frei, Autos müssen draußen bleiben, Räder und Roller nehmen die Nebenwege. Maske mitnehmen: Die Unterwasserwelt am Kap gehört zu den reichsten der Stadt. Der schönste Moment ist die goldene Stunde, wenn die Sonne sich auf die Pinien legt und der Park seinen Namen einlöst.

Foto: Neoteniyx / CC BY-SA 4.0

Škaraba Beach
Aktivität

Škaraba Beach

Ein unaufgeregter felsiger Strand entlang der Küste von Rovinj.

Foto: Zoran Kurelić Rabko / CC BY-SA 3.0

Škaraba Beach
Aktivität

Škaraba Beach

Škaraba ist das letzte Kap des Stadtbadens und das erste Kap der Wildnis: das felsige Ende des Waldes von Zlatni rt, wo hergerichtete Wege in Pfade übergehen und Strände in eine Reihe von Steinbänken über tiefem Meer. Man kommt für drei Dinge, die der Nordteil des Parks nicht bietet: Einsamkeit selbst an einem Sommerwerktag, Felssprünge von zwei bis sechs Metern nach Wahl und eine Unterwasserwelt, die steil in die Bläue stürzt, Lieblingspunkt der städtischen Maskentaucher. Schatten geben Pinien, die sich über die Kante neigen, Handtuchplatz gibt es immer, denn die Badenden verteilen sich über die Bänke, statt sich nebeneinanderzulegen. Ausstattung gibt es keinerlei, weder Kiosk noch Dusche, der Rucksack muss also alles tragen, zuerst Wasser. Nach Škaraba gelangt man zu Fuß durch den Park, gut zwanzig Minuten vom Eingang, oder übers Meer, per Kajak die Küste entlang, was auch der schönste Zugang ist. Vorsicht mit Kindern, die Bänke stehen hoch überm Wasser und ohne Geländer. Die Belohnung für die kleine Mühe ist ein Meer, wie es vor dem Tourismus war: tief, kalt beim Einstieg und ganz das Ihre.

Foto: Zoran Kurelić Rabko / CC BY-SA 3.0

Cisterna Beach
Aktivität

Cisterna Beach

Eine kleine Badestelle auf den Felsen an Rovinjs Küste.

Foto: H. Zell / CC BY-SA 3.0

Cisterna Beach
Aktivität

Cisterna Beach

Die Cisterna ist eine Bucht im Südteil des Waldes von Zlatni rt, benannt nach der alten Steinzisterne im Hinterland, die einst den Park tränkte: die kleinere, stillere Schwester der Lone, mit einer Mischung aus feinem Kiesel und Steinplatten und einem Meer, das langsam genug für Familien und schnell genug für Schwimmer tief wird. Pinien umarmen die Bucht von beiden Seiten, natürlicher Schatten hält bis in den Nachmittag; Liegen und Musik gibt es nicht, und genau deshalb wählen sie jene, denen Mulini zu laut und Škaraba zu anspruchsvoll ist. Der Grund ist überwiegend felsig mit Sandtaschen, das Wasser hält sich dank der Parklage unter den saubersten der Stadt, und die Maske zeigt an den Randfelsen immer etwas. Zur Cisterna gelangt man über den Parkweg zu Fuß oder per Rad, gut zwanzig Minuten vom Eingang des Zlatni rt; unterwegs warten Trinkbrunnen und Bänke. Ausstattung gibt es keine, also alles Eigene mitbringen und alles wieder mitnehmen. Die Cisterna ist eine Bucht für den ganzen Tag mit Buch: nah genug an der Stadt, um ohne Plan zu kommen, fern genug, um die Uhrzeit zu vergessen.

Foto: H. Zell / CC BY-SA 3.0

Palud Ornithological Reserve
Aktivität

Palud Ornithological Reserve

Ein Feuchtgebiets-Naturschutzgebiet nahe Rovinj, das der Vogelbeobachtung vorbehalten ist.

Foto: Croq / CC BY-SA 3.0

Palud Ornithological Reserve
Aktivität

Palud Ornithological Reserve

Palud ist Istriens einziges ornithologisches Reservat und einer jener Orte, die zeigen, wie viel mehr Rovinj ist als Strände: ein Sumpf direkt am Meer, acht Kilometer südlich der Stadt, wo die Österreicher im 19. Jahrhundert einen Kanal zum Meer gruben, in der Hoffnung, salzigeres Wasser werde die Mücken vertreiben. Die Mücken blieben, doch die brackige Lagune wurde ein Paradies für Vögel: Im Schilf und auf offenem Wasser sind über zweihundert Arten verzeichnet, von Reihern und Schwänen bis zu seltenen Greifen, am zahlreichsten im Frühjahr und Herbst, wenn Zugvögel auf dem Weg über die Adria rasten. Der Weg um den Sumpf ist ein leichter Stundenspaziergang mit Beobachtungsturm auf halber Strecke; der Eintritt kostet in der Saison symbolisch, das Fernglas lohnt mehr als die Kamera. Das Meer liegt gleich daneben, der Besuch verbindet sich also mit einem Bad in der Bucht Palud, kiesig und selbst im August ruhig. Mückenschutz mitnehmen, die Stille achten und Hunde an die Leine. Für Familien ist dies der leichteste Ausflug in die Wildnis: ein halber Tag, null Steigung, und die Kinder zählen Reiher statt Sonnenschirme.

Foto: Croq / CC BY-SA 3.0

Punta Corrente Quarry
Aktivität

Punta Corrente Quarry

Die freiliegenden Felswände eines ehemaligen Steinbruchs im Waldpark Punta Corrente.

Foto: Zoran Kurelić Rabko / CC BY-SA 3.0

Punta Corrente Quarry
Aktivität

Punta Corrente Quarry

Der alte Steinbruch im Herzen des Zlatni rt ist der Ort, an dem Rovinj jahrhundertelang seinen Stein brach, und heute der unerwartetste Raum des Parks: ein Amphitheater senkrechter Wände von gut zwanzig Metern, zum Meer geöffnet, der Boden mit Gras und Pinien überwachsen. Von hier ging der Kalkstein per Boot für Riven und Paläste, und als Baron Hütterott Ende des 19. Jahrhunderts das Kap kaufte, wurde der Bruch geschlossen und dem Park überlassen; geblieben sind die flachen, fast architektonischen Schnittflächen, die heute neuem Zweck dienen. Der Steinbruch ist nämlich eine natürliche Kletterhalle: In den Wänden sind mehrere Dutzend Routen aller Grade eingerichtet, sodass sich hier im Sommer von früh bis dunkel die Kletterer abwechseln, während das Publikum vom Gras aus die Vorstellung sieht. Nichtkletterern bietet der Raum Schatten, Echo und eine Szenografie, wie sie der Park sonst nicht hat: Die Zypressenallee am Eingang gehört zu Rovinjs meistfotografierten Motiven. Im Winter und in der Dämmerung kann der Bruch völlig leer sein, und dann wirkt er am stärksten, wenn sich in den Steinflächen die Arbeit der Hände liest, die die Stadt buchstäblich aus diesem Ort herausgeschnitten haben.

Foto: Zoran Kurelić Rabko / CC BY-SA 3.0

Figarola Island
Aktivität

Figarola Island

Eine kleine unbewohnte Insel nahe Rovinj, von der Küste aus sichtbar.

Foto: Perun / CC BY-SA 3.0

Figarola Island
Aktivität

Figarola Island

Figarola ist die kleine Insel gegenüber dem Strand Amarin, eine der zweiundzwanzig Inseln des Rovinjer Archipels und die leichteste, die man ohne Boot erobert: Vom Ufer sind es gut zehn Minuten ruhigen Schwimmens, mit SUP oder Kajak fünf. Die Insel ist niedrig und grün, mit einer Krone aus Pinien, einem Saum aus Steinplatten und zwei Kiesbuchten auf der Leeseite; Ausstattung gibt es keinerlei, und genau das ist der Sinn. Figarola ist ein Halbtagsausflug, den man wie eine kleine Expedition plant: wasserdichter Sack mit Handtuch und Wasser, Schuhe für den Fels, Maske für die Unterwasserwelt, die an den Inselrändern lebendig und klar ist. Die Strömung im Kanal kann arbeiten, das Hinüberschwimmen ist also nichts für Anfänger und unbegleitete Kinder; alle anderen erhalten ein rares Gefühl, eine eigene Insel für ein, zwei Stunden, mit Blick aufs Festland aus einer Richtung, aus der man es selten sieht. Kehren Sie vor dem Nachmittagsmaestral zurück, wenn sich der Kanal kräuselt; und der Müll wandert selbstverständlich im Sack zurück. Kleine Inseln bleiben nur schön, wenn man sie borgt, nicht nimmt.

Foto: Perun / CC BY-SA 3.0

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Rovinj Fish Market
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Rovinj Fish Market

Ein aktiver Fischmarkt in Rovinj mit dem Fang des Tages.

Foto: Thomas Pusch / CC BY-SA 3.0

Rovinj Fish Market
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Rovinj Fish Market

Rovinjs Fischmarkt an der Valdibora ist die Morgenbühne einer Stadt, die noch fischt: Die Steintische unter der überdachten Markthalle füllen sich ab dem Morgengrauen mit dem, was Batanas und Kutter über Nacht herausgeholt haben, und bis neun ist das Beste meist verkauft. Das Angebot hängt an Saison und Wind: im Winter Drachenköpfe, Petersfische und Krebse, im Sommer Sardinen, Schnauzenbrassen und Kalmare; daneben Miesmuscheln und Austern aus dem Limkanal, die man hier frischer kauft als in jedem Restaurant. Der Fischmarkt ist auch eine Schule: Die Verkäuferinnen erklären gern den Unterschied von Fang und Zucht, wie man eine Sepia putzt und wie viele Sardinen ein Grill für vier braucht. Die Preise stehen angeschrieben, Bargeld regiert weiterhin, und Tasche oder Box mit Eis sind eine gute Idee für den Rückweg zum Apartment. Wer nicht kocht, gehe trotzdem durch: Neben der Fischhalle hält sich ein kleiner Grünmarkt mit istrischem Gemüse, Öl und Trüffeln, sodass eine halbe Stunde die ganze gastronomische Basis der Region zeigt. Am lebhaftesten von sieben bis neun; sonntags ist es stiller, und montags, wenn die Flotte ruht, am bescheidensten.

Foto: Thomas Pusch / CC BY-SA 3.0

Rovinj Green Market
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Rovinj Green Market

Ein Freiluftmarkt in Rovinj mit lokalem Obst, Gemüse und Kräutern.

Foto: Dguendel / CC BY 3.0

Rovinj Green Market
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Rovinj Green Market

Der Grünmarkt an der Valdibora ist der Ort, an dem das istrische Hinterland jeden Morgen ans Meer herabsteigt: Stände unter Platanen und Vordach, an denen Bäuerinnen aus der Umgebung von Rovinj, Bale und Kanfanar verkaufen, was heute früh gepflückt oder gestern eingelegt wurde. Der Sommer bringt Tomaten, Pfirsiche, Feigen und die ersten Wassermelonen; der Herbst Trauben, Granatäpfel und Pilze; das ganze Jahr stehen istrisches Olivenöl, Honig, Kräuter-Rakijas, Käse, Trockenfeigen und Trüffel im Glas bereit, das konzentrierteste Souvenir Istriens. Die Ware trägt kein Designer-Etikett, aber das Wichtigere: Kosten vor dem Kauf und ein Gespräch, in dem ein Rezept den Besitzer wechselt. Die Preise sind ehrlich, das Feilschen mild und mit Lächeln, Bargeld Pflicht. Der Markt läuft vom frühen Morgen bis zum frühen Nachmittag, die beste Auswahl gibt es vor zehn; im Sommer kommen Sie noch früher, vor Hitze und Gruppen. An den Grünmarkt lehnt sich die Fischhalle, sodass Frühstück, Mittagessen und Souvenir in einem Durchgang erledigt sind. Wenn Sie eines kaufen: das Öl eines kleinen Erzeugers, in der Dose wegen des Lichts, und eine Flasche Wasser für den Rückweg.

Foto: Dguendel / CC BY 3.0

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Rovinj: kurze Antworten

Wie komme ich nach Rovinj?
Der nächste Flughafen ist Pula, rund vierzig Kilometer entfernt, weiter per Bus oder Transfer; Triest und Zagreb sind die größeren Alternativen. Im Sommer verbinden Schnellboote Rovinj über die Adria mit Venedig und Triest.
Wo sind die Strände in Rovinj?
Südlich der Marina im Waldpark Zlatni rt: Felsplatten und Kiesbuchten unter Pinien, eine ebene halbe Stunde zu Fuß oder eine kurze Radfahrt von der Altstadt. Die Stadtseite selbst hat nur kleine Badestellen an den Felsen.
Ist Rovinj teuer?
Rovinj ist Istriens Premiumadresse mit entsprechenden Preisen im Juli und August, besonders an der Hafenfront. Juni und September entschärfen die Rechnung deutlich, und zwei Gassen hinter dem Wasser fallen die Karten spürbar.

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