Church of St Euphemia

Rovinj Sehenswürdigkeiten: die Stadt auf der Insel

Croatia Atlas Editorial29 July 20264 Min. Lesezeit

Foto: Berthold Werner / CC BY-SA 3.0

Rovinj steht auf einer ehemaligen Insel und verhält sich bis heute so. Was du sehen solltest, in der Reihenfolge, die die Gassen vorgeben.

Bis ins achtzehnte Jahrhundert war Rovinj eine Insel, vom Festland durch einen schmalen Kanal getrennt. Der Kanal wurde zugeschüttet, die Form blieb: ein enges Steinoval, das zu einem einzigen Kirchturm ansteigt, auf drei Seiten Meer. Deshalb liest sich der Ort aus der Ferne so klar und verwirrt, sobald man drin steht. Jede Gasse biegt bergauf zur heiligen Euphemia, verlaufen ist hier also vorübergehend.

Fang am Hafen an, nicht oben

Am Hafen erklärt sich der Ort selbst. Fischerboote liegen an derselben Uferfront, der die alten Lagerhäuser zugewandt sind, und das Batana-Ökomuseum direkt dort ist das eine Museum in Rovinj, um das man planen sollte: Die Batana ist das flachbodige lokale Boot, und das Museum gibt es, weil die Tradition darum als lebendiges Erbe gilt und nicht als Ausstellungsstück. Vom Hafen führt die Grisia-Gasse offensichtlich hinauf, und der Balbi-Bogen markiert den alten Stadteingang.

Die heilige Euphemia und der Turm, den man von überall sieht

Die Kirche steht am höchsten Punkt, und ihr Glockenturm ist dem Campanile von San Marco in Venedig nachempfunden, womit fast alles gesagt ist über die Frage, wer diesen Ort gebaut hat und warum er bis heute so aussieht. Drinnen liegt der Sarkophag der heiligen Euphemia. Draußen ist die Terrasse der Blick, für den alle kommen. Der Aufstieg im Turm ist nicht für jeden: Holztreppen, steil, und vorher prüfen, wenn Höhe ein Thema ist.

  • Grisia-Gasse: die Galeriengasse und der Hauptweg nach oben, mittags am vollsten.
  • Balbi-Bogen und Stadtuhr: das alte Tor und der Platz gleich dahinter.
  • Goldenes Kap (Punta Corrente): der Waldpark südlich der Stadt und der Grund, laufbare Schuhe mitzunehmen.

Zwei Namen, eine Stadt

Rovinj ist offiziell zweisprachig, und Rovigno ist keine Übersetzung, sondern der andere ortsübliche Name. Straßenschilder tragen beides, die italienische Gemeinschaft hier ist alt und nicht touristisch, und das merkt man am Essen und daran, wie Leute die Dinge nennen. Wer eine kroatische Stadt mit italienischer Dekoration erwartet, hat es andersherum: Hier ist beides seit Jahrhunderten normal.

  • Rote Insel (Crveni otok): eine kurze Bootsfahrt vom Hafen, gut für einen halben Tag.
  • Bucht Lone und Strand Monte: die zwei Bademöglichkeiten, für die man kein Auto braucht.
  • Heimatmuseum Rovinj: klein, in einem Barockpalast am Hauptplatz, gut für eine Regenstunde.
Rovinj ist eine der wenigen Adria-Altstädte, bei denen der Tourismus nach der Form kam und nicht umgekehrt.
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Praktisch: Die Altstadt ist autofrei, der Weg nach oben ist gepflastert und uneben, plane also eher Schuhwerk als Zeit ein. Morgens und am späten Nachmittag ist es spürbar ruhiger als mittags. Die Route vom Hafen zur heiligen Euphemia, mit den Stopps in der richtigen Reihenfolge, ist in der CroVenture-App eingezeichnet.

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