Kroatien hat die Konzessionen aller 22 ACI-Marinas bis 2058 verlängert. Was die 140 Millionen Euro, Rab im Winter und knappe Plätze auf Žut für Skipper bedeuten.
Geprüft: 31. Oktober 2026, 18:18
Kroatiens staatlicher Marinabetreiber ACI darf seine 22 Häfen an der Adria bis 2058 weiter betreiben. Die Regierung hat die Konzessionen am 1. Oktober 2026 verlängert. Das steht im Neunmonatsbericht, den ACI an der Zagreber Börse veröffentlicht hat (ACI, Zagreber Börse); auch Glas Istre meldet das Datum. Für die neue Laufzeit plant das Unternehmen Investitionen von 140 Millionen Euro. Betroffen sind rund 6.000 Liegeplätze im Wasser und an Land zwischen Umag und Dubrovnik. Für Skipper gibt es schon jetzt eine Änderung: Die sonst saisonale Marina auf Rab bleibt nach dem 1. November 2026 geöffnet.
Was die Regierung beschlossen hat
Die Verlängerung gilt für alle 22 Marinas. Die Zusätze zu den bestehenden Verträgen sollen binnen 90 Tagen unterschrieben werden, sobald die jeweilige Entscheidung vollziehbar ist und ACI die verlangten Sicherheiten hinterlegt hat. Im Gegenzug steigt die feste Konzessionsgebühr auf 1,50 Euro pro Quadratmeter und danach alle fünf Jahre weiter. Dazu kommen 4 Prozent des Jahresumsatzes als variable Gebühr. ACI nennt die Verlängerung einen Wendepunkt, weil die kurze Restlaufzeit der Verträge größere Bauprojekte jahrelang gebremst habe. Die Republik Kroatien hält 79,01 Prozent der Aktien.
Die 140 Millionen Euro sollen vor allem in die Erneuerung der Hafenanlagen, in Sicherheit und Service fließen, dazu in mehr Kapazität. Einen Zeitplan je Marina nennt der Bericht nicht: Wann gebaut wird, hängt von den Verträgen, den Planungsunterlagen, den Genehmigungen und der Finanzierung ab. Zum Vergleich: Von Januar bis September 2026 hat ACI 1,4 Millionen Euro in die Infrastruktur gesteckt, vor allem in Festmachersysteme in Dubrovnik, Vodice, Jezera und Umag.
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Die 22 ACI-Marinas im Überblick
| ACI-Region | Marinas | Betrieb 2026 |
|---|---|---|
| Istrien | Umag, Rovinj, Pula, Pomer | Ganzjährig |
| Kvarner | Opatija, Cres, Supetarska Draga, Šimuni | Ganzjährig |
| Kvarner | Rab | Sonst saisonal; nach dem 1. November 2026 geöffnet |
| Šibenik | Jezera, Vodice, Skradin | Ganzjährig |
| Šibenik | Piškera | Saisonal |
| Šibenik | Žut | Saisonal; 2026 weniger Plätze; Ankerplatz-Konzession Podražanj seit 1. August 2026 ausgelaufen |
| Split | Trogir, Split, Vrboska | Ganzjährig |
| Split | Milna (Brač) | Ganzjährig; 2026 weniger Plätze |
| Split | Palmižana (Pakleni otoci) | Saisonal; 2026 weniger Plätze |
| Dubrovnik | Korčula, Slano (Veljko Barbieri), Dubrovnik | Ganzjährig |
Was das für Skipper heißt
Wer einen Winterliegeplatz sucht, hat bei ACI 18 ganzjährig geöffnete Marinas zur Auswahl. Neu kommt Rab hinzu: Die Geschäftsleitung hat entschieden, die Marina nach dem 1. November 2026 weiter zu betreiben, mit dem vorhandenen Personal und Gerät. Žut, Piškera und Palmižana öffnen weiterhin nur in der Saison.
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In Žut, Palmižana und auf Brač in Milna gab es 2026 vorübergehend weniger Liegeplätze, weil ACI aus Sicherheitsgründen und wegen Arbeiten an den Festmachern Plätze gesperrt hat. Das zeigt sich in den Zahlen: Die Marina Žut setzte von Januar bis September 174.000 Euro um, nach 517.000 Euro im Vorjahr. Wer für 2027 einen Törn durch die Kornaten oder zu den Pakleni-Inseln plant, reserviert den Transitplatz früh über ACI Booking (Website, App oder Rezeption) und plant eine Ausweichbucht ein.
Ob die höhere Konzessionsgebühr die Liegeplatzpreise verändert, sagt der Bericht nicht; Preise für 2027 nennt ACI darin nicht. Seit April 2026 gilt bereits eine geänderte Preispolitik. Wer einen Jahresliegeplatz hat, fragt vor der Verlängerung nach geplanten Bauarbeiten in seiner Marina. Mehr zu den Häfen: Vodice, Split und Kroatien im Winter.
Die Zahlen aus 2026
Von Januar bis September 2026 setzte ACI 33,3 Millionen Euro um, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg um 24,2 Prozent auf 3,8 Millionen Euro (Glas Istre). Jahresliegeplätze brachten mehr ein, Tagesliegeplätze 3,6 Prozent weniger. Am stärksten wuchsen die Marinas Split, Umag, Opatija, Cres und Vodice. Alle ganzjährigen Marinas und Rab tragen 2026 die Blaue Flagge, Cres zum 27. Mal in Folge.
Häufige Fragen
- Bis wann betreibt ACI seine Marinas?
- Bis 2058. Die kroatische Regierung hat die Konzessionen aller 22 ACI-Marinas am 1. Oktober 2026 verlängert. ACI plant für die neue Laufzeit Investitionen von 140 Millionen Euro.
- Welche ACI-Marinas sind im Winter offen?
- 18 der 22 Marinas sind ganzjährig offen, von Umag und Rovinj bis Split, Korčula und Dubrovnik. Rab, sonst saisonal, bleibt nach dem 1. November 2026 geöffnet. Žut, Piškera und Palmižana öffnen nur in der Saison.
- Werden die ACI-Liegeplätze teurer?
- Preise für 2027 nennt ACI im Bericht nicht. Bekannt ist: Die feste Konzessionsgebühr steigt auf 1,50 Euro pro Quadratmeter und danach alle fünf Jahre, dazu kommen 4 Prozent des Jahresumsatzes.
Quellen
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