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Erdbeben bei Metković: M3,4 im Neretvatal, keine Schäden gemeldet

Kristijan Bezjak8 Min. Lesezeit
Erdbeben bei Metković: M3,4 im Neretvatal, keine Schäden gemeldet
Foto: MaGa / CC BY-SA 3.0

Ein Erdbeben der Magnitude 3,4 hat am Montag, 5. Oktober 2026, um 11:35 Uhr Metković und das untere Neretvatal erschüttert. Das Epizentrum lag auf bosnischer Seite bei Počitelj und Čapljina. Gespürt wurde es von Ljubuški bis Ploče, Ston und Pelješac; Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet.

Geprüft: 5. Oktober 2026, 13:53

Stand der Meldungen: Montag, 5. Oktober 2026, 13:53 Uhr. Ein Erdbeben hat am Montag, 5. Oktober 2026, um 11:35 Uhr Ortszeit Metković und das untere Neretvatal erschüttert. Der Kroatische Seismologische Dienst (PMF Zagreb) gibt Magnitude 3,4 und Intensität IV im Epizentrum (EMS-Skala) an und registrierte um 12:02 Uhr im selben Gebiet ein zweites, sehr schwaches Beben der Magnitude 2,1 (PMF Zagreb). Das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) gibt die Magnitude mit 3,2 und die Tiefe mit etwa 10 km an (EMSC); das Föderale Hydrometeorologische Institut von Bosnien und Herzegowina (FHMZ) nennt Magnitude 3,3 und Intensität IV (FHMZ). Bis zum frühen Nachmittag wurden auf beiden Seiten der Grenze weder Schäden noch Verletzte gemeldet (juginfo.hr, klix.ba).

Wo das Epizentrum lag

Das Beben hatte seinen Ursprung auf der bosnischen Seite der Grenze. Das FHMZ nennt als Epizentralgebiet Počitelj, das historische Dorf an der Neretva zwischen Čapljina und Mostar. In seiner Aktualisierung um 12:04 Uhr verortete das EMSC das Epizentrum etwa 10 km ostnordöstlich von Čapljina und 23 km südlich von Mostar. Frühe EMSC-Angaben, die die Stadt Metković übernahm, verorteten es etwa 5 km nordöstlich der Stadt bei Gabela, in rund 10,7 km Tiefe (Grad Metković); Portale nannten weitere frühe Werte von 6 bis 13 km (Slobodna Dalmacija, klix.ba). Der Kroatische Seismologische Dienst, der Magnitude 3,4 registrierte, verortet das Epizentrum „bei Metković“ (PMF Zagreb).

Das Hauptbeben und ein schwaches zweites

Augenzeugen berichteten von einigen Sekunden Erschütterung, oft mit Grollen. Unter den Meldungen beim EMSC schrieb ein Bewohner von Čitluk von zwei sehr lauten Schlägen, andere von einem Grollen, das mit einem dumpfen Schlag endete (Slobodna Dalmacija, klix.ba). EMSC und FHMZ verzeichnen nur das Hauptbeben; der Kroatische Seismologische Dienst registrierte um 12:02 Uhr im selben Gebiet zusätzlich ein sehr schwaches Beben der Magnitude 2,1 mit Intensität II bis III im Epizentrum. Der Kroatische Seismologische Dienst erklärt, warum sich ein Beben wie zwei anfühlen kann: Zuerst kommen die schnelleren P-Wellen, oft als Grollen hörbar, danach die langsameren S-Wellen, die den Boden stärker bewegen. Nahe am Herd treffen beide fast gleichzeitig ein und wirken wie ein einziger Stoß (PMF Zagreb, PMF FAQ).

Wo das Beben zu spüren war

Bis zum frühen Nachmittag hatten mehr als 50 Menschen dem EMSC gemeldet, dass sie das Beben gespürt haben (EMSC). Meldungen kamen aus Metković, Ploče, Čapljina, Čitluk, Ljubuški, Stolac und Ston, aus Trpanj auf der Halbinsel Pelješac und sogar aus Mokošica bei Dubrovnik (juginfo.hr, net.hr, Dubrovački dnevnik).

Bebt es in der Gegend öfter?

Das untere Neretvatal liegt in einer seismisch recht aktiven Zone. Das FHMZ zählt die Neretva-Verwerfung zu den bedeutenden regionalen Bruchzonen in Bosnien und Herzegowina, an denen starke Beben entstehen können, und weist darauf hin, dass zerstörerische Beben im Raum Dubrovnik und Makarska auch in Bosnien und Herzegowina deutliche Folgen haben können (FHMZ). Schwache Beben sind häufig: Allein in der vergangenen Woche meldete der Kroatische Seismologische Dienst am 1. Oktober ein Beben der Magnitude 2,7 bei Ljubovo, 19 km nordöstlich von Dubrovnik, und am 2. Oktober eines der Magnitude 2,9 bei Berkovići in Bosnien und Herzegowina (PMF Zagreb).

Was das für Reisende bedeutet

Nichts in den Meldungen deutet darauf hin, dass Reisende im Neretva-Delta, in Metković, Ploče oder auf der Strecke nach Mostar ihre Pläne ändern müssten. Gemeldet wurden weder Schäden noch Verletzte oder Sperrungen, und der Straßenbericht des HAK, aktualisiert um 13:13 Uhr, nennt keine Einschränkungen wegen des Bebens (HAK). Wer das Beben gespürt hat, kann es über den Online-Fragebogen des Kroatischen Seismologischen Dienstes melden, der auf dessen Berichtsseite verlinkt ist (PMF Zagreb).

Was tun, wenn man in Kroatien ein Erdbeben spürt

Die Erdbeben-Broschüre der kroatischen Zivilschutzdirektion empfiehlt Folgendes (Civilna zaštita):

  • Drinnen: im Gebäude bleiben, unter einem stabilen Möbelstück in die Hocke gehen und den Kopf mit den Händen schützen. Abstand zu Fenstern, Glas und hohen Möbeln halten und während der Erschütterung weder Treppen noch Aufzüge benutzen.
  • Im Freien: Abstand zu Gebäuden, Masten, Stromleitungen und Glasfassaden halten.
  • Im Auto: abseits von Gebäuden anhalten, nicht auf Brücken oder Viadukten und nicht unter Überführungen, und den Weg für Rettungskräfte freihalten.
  • Danach: mit Nachbeben rechnen, beschädigte Gebäude und Aufzüge meiden und auf Gaslecks prüfen. Das Telefon nur im Notfall nutzen und offiziellen Meldungen statt Gerüchten folgen.
  • Notruf: 112 für alle Notfälle. Die Nummer nimmt auch SMS an, was Menschen hilft, die nicht sprechen oder hören können.

Häufige Fragen

Wie stark war das Erdbeben bei Metković?
Magnitude 3,4 laut dem Kroatischen Seismologischen Dienst, mit Intensität IV im Epizentrum; das EMSC nennt 3,2, das Föderale Hydrometeorologische Institut von Bosnien und Herzegowina 3,3. Es ereignete sich am Montag, 5. Oktober 2026, um 11:35 Uhr in etwa 10 km Tiefe.
Gab es Schäden?
Gemeldet wurden keine. Bis zum frühen Nachmittag des 5. Oktober gab es weder in Kroatien noch in Bosnien und Herzegowina Meldungen über Schäden oder Verletzte.
Gab es zwei Erdbeben?
Ja, laut dem Kroatischen Seismologischen Dienst: Auf das Hauptbeben um 11:35 Uhr folgte um 12:02 Uhr ein sehr schwaches Beben der Magnitude 2,1. EMSC und FHMZ verzeichnen nur das Hauptbeben. Zwei Stöße innerhalb weniger Sekunden können auch von einem einzigen Beben kommen, weil die schnelleren P-Wellen vor den stärkeren S-Wellen eintreffen.
Muss ich meine Reisepläne ändern?
Nichts in den Meldungen spricht dafür. Gemeldet wurden weder Schäden noch Verletzte oder Straßensperren wegen des Bebens; den aktuellen Straßenzustand zeigt hak.hr.

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