Die kroatische Staatsreederei Jadrolinija soll zehn neue Schiffe bekommen: sieben Fähren mit umweltfreundlichem Antrieb wie grünem Methanol und drei elektrische Passagierschiffe. Vier der Fähren sind für Brestova-Porozina, Valbiska-Merag, Prizna-Žigljen und Split-Supetar gedacht. Die Regierung bereitet eine Kapitalerhöhung vor.
Geprüft: 23. Oktober 2026, 08:14
Die staatliche kroatische Reederei Jadrolinija plant zehn neue Schiffe, darunter neue Autofähren für die Linien nach Cres, Pag und Brač. Das Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur hat den Plan der Rijekaer Tageszeitung Novi list bestätigt, die am 21. Oktober 2026 darüber berichtete. Die Regierung will demnach bald über eine Kapitalerhöhung für das Unternehmen entscheiden. Für Urlauber mit Auto zählt vor allem ein Punkt: Vier der neuen Fähren sind für die Linien vorgesehen, über die Autos nach Cres, Pag und Brač kommen.
Nach inoffiziellen Angaben, die Novi list zitiert, geht es um 60 bis 100 Millionen Euro. Die Entscheidung wird noch vor Ende 2026 erwartet, das Geld soll spätestens Anfang 2027 fließen. Der Staat bleibt Alleineigentümer. Es wäre die erste Kapitalerhöhung in der jüngeren Geschichte der Reederei; bisher half der Staat mit Zuschüssen aus dem Haushalt. Das Geld soll den Verlust des Jahres 2025 decken und den Bau neuer Schiffe mitfinanzieren.
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Welche Schiffe geplant sind
- Sieben Fähren mit umweltfreundlichem Antrieb, etwa mit grünem Methanol aus erneuerbaren Quellen.
- Drei klassische Passagierschiffe mit Elektroantrieb.
- Vier der Fähren mit Platz für jeweils 100 oder mehr Fahrzeuge sind für Linien gedacht, deren Konzessionen 2027 auslaufen: Brestova-Porozina, Valbiska-Merag, Prizna-Žigljen und Split-Supetar.
- Die Kosten für alle zehn Schiffe werden auf 200 bis 260 Millionen Euro geschätzt.
- Getrennt davon sucht Jadrolinija eine Werft für ein neues Schiff mit dieselelektrischem Antrieb für die Linien von Dubrovnik zu den Elaphiten. Zwei Werften sind noch im Rennen, ihre endgültigen Angebote werden bis Mitte November erwartet.
Wie die Schiffe bezahlt werden sollen
Jadrolinija hat nach eigenen Angaben vorläufige Vereinbarungen mit der Weltbank und der International Finance Corporation (IFC) getroffen, die zur Weltbankgruppe gehört. Ein Kredit der Weltbank wird vorbereitet, dazu prüft die Reederei EU-Mittel und Bankkredite. Eine Absichtserklärung mit der IFC hatte Jadrolinija schon Ende 2025 unterschrieben, wie die Reederei im Mai bei der Vorlage ihrer Jahreszahlen mitteilte (tportal/Hina). Das Projekt heißt „Grüner und effizienter Seepersonenverkehr in Kroatien“ und umfasst Fähren mit Biodiesel oder Methanol sowie elektrische Passagierschiffe.
Für 2025 meldete Jadrolinija Einnahmen von 195,1 Millionen Euro und Ausgaben von 203,8 Millionen Euro, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Unterm Strich stand ein Verlust von 8,7 Millionen Euro. Die Schiffe beförderten 12,6 Millionen Passagiere und 3,8 Millionen Fahrzeuge.
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Was das für Urlauber heißt
Die vier genannten Linien sind die Autofähren nach Cres, Pag und Brač. Brestova-Porozina verbindet die Ostküste Istriens mit Cres, Valbiska-Merag führt von Krk nach Cres und weiter Richtung Lošinj. Prizna-Žigljen bringt Autos vom Festland an das Nordende von Pag bei Novalja. Split-Supetar ist die Hauptverbindung nach Brač.
Für Reisen in diesem Winter ändert sich noch nichts. Die Schiffe müssen erst bestellt und gebaut werden, einen Termin für die erste Fahrt nennen die Berichte nicht. Die Konzessionen für die vier Linien laufen 2027 aus, wer sie danach betreibt, entscheidet die Neuvergabe. Wie Reservierung und Warten am Hafen funktionieren, steht in unserem Ratgeber zur Autofähre, die Verbindungen zwischen den dalmatinischen Inseln im Überblick zum Inselhüpfen. Wie schnell der Wind den Fahrplan ändert, zeigte der 21. Oktober: Bei Jugo-Sturm fiel auch die Fähre Porozina-Brestova aus, wie unsere Wetterseite zum Oktober meldete.
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Häufige Fragen
- Wie viele neue Schiffe plant Jadrolinija?
- Zehn: sieben Fähren mit umweltfreundlichem Antrieb wie grünem Methanol und drei Passagierschiffe mit Elektroantrieb. Das Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur hat den Plan gegenüber Novi list bestätigt. Die Kosten werden auf 200 bis 260 Millionen Euro geschätzt.
- Welche Fährlinien sollen neue Fähren bekommen?
- Vier der neuen Fähren mit Platz für jeweils 100 oder mehr Fahrzeuge sind für Brestova-Porozina und Valbiska-Merag nach Cres, Prizna-Žigljen nach Pag und Split-Supetar nach Brač vorgesehen. Die Konzessionen für diese Linien laufen 2027 aus.
- Ändert sich für Urlauber schon etwas?
- Noch nicht. Die Schiffe müssen erst bestellt und gebaut werden, ein Termin für die erste Fahrt wurde nicht genannt. Bis dahin fahren die heutigen Schiffe nach den veröffentlichten Fahrplänen.
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