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Ein Tag in Rovinj, Station für Station

Ein Tag in Rovinj, Station für Station

Croatia Atlas Editorial24 August 20264 Min. Lesezeit

Foto: Einaz80 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Altstadt ist eine Halbinsel, die man in fünfzehn Minuten durchquert, und genau das ist die Falle: die meisten tun das und fahren wieder. Hier ist der Tag, der die Stunden richtig nutzt, vom Fischmarkt um acht bis zum Boot auf die Rote Insel und zurück zum Licht in der Grisia.

Geprüft: 24 August 2026

Rovinj ist klein und sieht noch kleiner aus: ein Häuserknäuel auf einer Halbinsel mit einem Glockenturm obendrauf, von einem Ende zum anderen abgelaufen, bevor der Kaffee kalt wird. Deshalb sehen die meisten es in einer Stunde und erinnern sich an eine Postkarte. Die Stadt hat mehr, aber sie ist nach Stunden geordnet, nicht nach Karte: der Markt läuft morgens, das Inselboot tagsüber, und die Grisia ergibt erst im späten Licht Sinn. Hier ist diese Reihenfolge.

  1. 08:00Valdibora, wo die Stadt einkauft

    Der offene Platz, wo die Altstadt auf die neueren Straßen trifft, und der Markt, der den Einheimischen gehört und nicht den Gästen. Hier kaufen, was für ein Picknick nötig ist, denn später will man eines, und auf der Insel gibt es nichts zu kaufen.

  2. 09:00Unter dem Balbi-Bogen in die Altstadt

    Der Bogen von 1680 steht dort, wo das Stadttor war. Vor dem Durchgehen nach oben sehen: ein Türkenkopf blickt nach außen, ein Venezianer nach innen, und darüber sitzt der geflügelte Löwe des heiligen Markus. Es ist die Schwelle zwischen dem belebten Platz und den stillen Gassen.

  3. 09:30Die heilige Euphemia, sechzig Meter hoch

    Die Gassen führen alle hinauf, und oben steht die Schutzpatronin als kupferne Wetterfahne auf dem Turm. Drinnen ruht ihr Sarkophag; von der Terrasse fallen die Dächer hinab zu einem inselübersäten Meer. Jetzt gehen, vor den Reisegruppen und vor der Hitze.

  4. 11:00Das Batana-Haus, und warum die Boote zählen

    Ein kleines Museum über ein flachbödiges Holzboot und die Familien, die davon lebten. Es bewahrt auch die Bitinada, den A-cappella-Gesang, den die Fischer auf dem Wasser sangen und den die UNESCO inzwischen anerkannt hat. Zwanzig Minuten, und der Hafen draußen liest sich danach anders.

  5. 12:00Das Boot auf die Rote Insel

    Eine kurze Überfahrt vom Hafen auf eine Doppelinsel aus Pinienwäldern, wo ein großes altes Hotel auf den Resten eines Benediktinerklosters steht. Schattige Wege führen am Ufer entlang zu stillen Felsbuchten. Dafür war das Picknick, und das letzte Boot zurück ist die einzige Uhr, die zählt.

  6. 17:00Zlatni rt, der Wald eines Barons

    Südlich der Stadt pflanzte Baron Hütterott vor über hundert Jahren Zypressen und Zedern, und sie beschatten die Uferwege bis heute. Von den glatten Felsen schwimmen oder den Kletterern am Kalkstein zusehen. Hat die Insel den ganzen Nachmittag gekostet, das hier auslassen und direkt in die Gassen gehen.

  7. 19:00Die Grisia im späten Licht

    Die Künstlergasse steigt vom Platz zur Kirche, die Wände mit Bildern behängt, die Ateliertüren offen. Sie liegt richtig für das Abendlicht, deshalb sieht sie nichts aus wie um neun. Am zweiten Sonntag im August wird die ganze Treppe zu einer einzigen Freiluftgalerie.

Die Grisia in Rovinj, die Künstlergasse zwischen Platz und Kirche
Foto: Dguendel / Wikimedia Commons, CC BY 3.0
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#Rovinj#Istrien#Tagesplan#Crveni otok#Grisia

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