Talijanova buza (Aquaedukt)
Römische Wasserleitung aus dem 1. Jahrhundert, in den gewachsenen Fels unter der Stadt gehauen, mit begehbarem Gang.
Reste von Basiliken des 4. und 5. Jahrhunderts, im Ort verstreut, Zeugen Novaljas als frühchristliches Zentrum.
Novaljas frühchristliche Basiliken sind die geheime Geschichte eines Ortes, den heute alle an den Sommer knüpfen: Im 4. und 5. Jahrhundert stand hier ein Hafen mit gleich drei großen Basiliken, womit sich Novalja an weit größeren Zentren der nördlichen Adria maß. Schiffe auf dem Weg die Küste entlang warteten hier auf günstigen Wind, und mit den Seeleuten wuchs auch die Kirche: Reste der Basiliken mit Mosaiken, Taufkapelle und Gräbern sind unter den heutigen Straßen und Höfen aufgetaucht, das antike Novalja besichtigt man also in Fragmenten durch den Ort. Teile der Mosaiken und Steinplastik werden im Stadtmuseum und an den Resten selbst verwahrt, und Tafeln an den Stellen erklären, was wo stand; am berühmtesten ist das Reliquiar von Novalja, ein spätantikes Kästchen, das zu den wertvollsten frühchristlichen Funden Kroatiens zählt.
Die Besichtigung ist ein halbstündiger Gang mit Augen fürs Detail: ein Säulenfragment in der Mauer, ein Mosaik unter Glas, eine Apsis in den Fundamenten eines Hauses. Der Lohn ist kein Spektakel, sondern Schichtung: das Wissen, dass unter der Sommerhauptstadt eine Stadt liegt, die das Christentum an der Adria unter den Ersten empfing.
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