St Mark's Church

Zagreb Sehenswürdigkeiten: Oberstadt, Hufeisen und Mirogoj

Croatia Atlas Editorial15 August 20264 Min. Lesezeit

Foto: Jorge Franganillo / CC BY 2.0

Zagreb besteht aus zwei mittelalterlichen Hügeln, einem Gründerzeit-Raster und einer Parkkette in Hufeisenform. Dieser Guide sortiert die Oberstadt, die Unterstadt und die zwei Ausflüge, die die Tramfahrt wert sind: Mirogoj und Maksimir.

Die Altstadt von Zagreb liegt auf zwei Hügeln. Auf dem Kaptol steht die Kathedrale und residiert seit Jahrhunderten die Kirche, auf dem Gradec nebenan sitzt die Politik mit Parlament und Regierung rund um die Markuskirche. Dazwischen liegt der Dolac-Markt, darunter breitet sich die Unterstadt aus, ein Raster aus dem 19. Jahrhundert, durch das sich eine Parkkette in Hufeisenform zieht, das Lenuci-Hufeisen. Wer dieses Muster einmal gesehen hat, braucht keinen Stadtplan mehr: oben Geschichte, unten Museen und Parks, und die Standseilbahn dazwischen erledigt den Höhenunterschied in 64 Sekunden.

Oberstadt: alles im Umkreis von zehn Minuten

Vom Jelačić-Platz führt der Weg über den Dolac, dessen rote Schirme vormittags die Obst- und Gemüsestände überdachen, hinauf zum Steinernen Tor. Im Torbogen brennen Kerzen vor einem Marienbild, das den Stadtbrand von 1731 überstanden hat, und Menschen halten mitten im Durchgang inne. Dahinter öffnet sich der Markusplatz mit dem Wappendach der Markuskirche, dem Parlament und der Banschen Residenz. Die Katharinenkirche mit ihrer Terrasse liegt zwei Gassen weiter, ebenso das Museum zerbrochener Beziehungen und das Atelier des Bildhauers Ivan Meštrović. Um zwölf feuert die Kanone im Lotrščak-Turm ihren Mittagsschuss, nach dem die halbe Stadt seit 1877 die Uhren stellt. Den Rückweg übernimmt die Strossmayer-Promenade unter den Kastanien, oder der Grič-Tunnel, ein Luftschutzstollen aus dem Zweiten Weltkrieg, der heute als kühle Passage unter dem Hügel durchführt.

  • Mirogoj liegt zehn Busminuten hinter der Kathedrale und zählt zu den schönsten Friedhöfen Europas: efeuberankte Arkaden von Hermann Bollé, unter denen alle Konfessionen der Stadt nebeneinander liegen. Der Eintritt ist frei.
  • Der Maksimir-Park wurde 1794 eröffnet und war einer der ersten öffentlichen Parks Europas. Fünf Seen, Wiesen, der Aussichtspunkt Vidikovac und der Echo-Pavillon liegen an einer Tramlinie, gegenüber wartet das Stadion von Dinamo.
  • Für Regentage: das Technische Museum Nikola Tesla mit Vorführungen im Tesla-Kabinett, das Museum der naiven Kunst mit den Malern aus Hlebine und das Museum der Illusionen für Familien.
  • Im Sommer verlagert sich die Stadt an den Jarun-See mit Kiesufern, Rundweg und Seebühnen und an den Bundek in Novi Zagreb. Beide erreichst du mit der Tram, Badesachen genügen.

Unterstadt: das grüne Hufeisen ablaufen

Die Unterstadt läuft man am besten als Parkfolge ab. Vom Jelačić-Platz sind es zwei Minuten zum Zrinjevac mit seinen Platanen, dem Musikpavillon und den Museumsfassaden ringsum. Es folgen der Strossmayer-Platz und der Tomislav-Platz mit dem Kunstpavillon und dem Reiterstandbild vor dem Hauptbahnhof, dann biegt das Hufeisen ab zum Botanischen Garten. Auf dem Weg liegen das Archäologische Museum, das kanariengelbe Nationaltheater und das Ethnographische Museum. Wer abends noch Kraft hat, nimmt die Oktogon-Passage zur Ilica und endet am Cvjetni trg, dem Blumenplatz, wo die Stadt beim Kaffee sitzt, bis die Lichter angehen.

Die beste Einzelattraktion von Zagreb ist der Spaziergang selbst: zwei Hügel, ein grünes Hufeisen und dazwischen eine Stadt, die beim Kaffee sitzt und Zeit hat.

Praktisch ist Zagreb einfach: Der Flughafen liegt eine halbe Busstunde entfernt, die Tram fährt dicht getaktet, und die Oberstadt ist komplett zu Fuß zu machen. Die Kathedrale wird nach dem Erdbeben von 2020 noch restauriert, ihre eingerüsteten Türme stehen über dem Kaptol. Als Basis für Plitvice taugt die Stadt ebenfalls, die Seen liegen gut zwei Busstunden südlich. Und wer im Advent kommt, findet auf Hufeisen und Promenade jenen Weihnachtsmarkt, für den Zagreb dreimal in Folge zur besten Adventsstadt Europas gewählt wurde.

Ansehen

Zagreb im Video

Ein kurzer offizieller Stadtfilm, damit du dir den Ort vor der Reise besser vorstellen kannst.

Zagreb: alles inklusive

YouTubeZagreb2:26

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Zagreb?
Oberstadt und grünes Hufeisen passen bequem in einen vollen Tag. Ein zweiter Tag lohnt für Mirogoj am Vormittag und Maksimir oder die Museen am Nachmittag. Wer Zagreb als Basis nutzt, hängt einen Tagesausflug zu den Plitvicer Seen an, gut zwei Busstunden entfernt.
Was kann man in Zagreb kostenlos sehen?
Sehr viel: das Steinerne Tor, den Markusplatz, die Strossmayer-Promenade, den Mittagsschuss am Lotrščak-Turm, alle Parks des Hufeisens, den Dolac-Markt, Mirogoj und Maksimir. Eintritt kosten im Kern nur die Museen und der Aufstieg auf den Turm.
In dieser GeschichteZagreb Stadt-Hub

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