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Zagreb Sehenswürdigkeiten: Oberstadt, Hufeisen und Mirogoj

Kristijan Bezjak22 Min. Lesezeit
Zagreb Sehenswürdigkeiten: Oberstadt, Hufeisen und Mirogoj
Markuskirche
Cogito Coffee
Esplanade Hotel
Medvedgrad Fortress
Ban Jelačić Square
Tkalčićeva Street
Cmrok Meadow
1 / 8
Foto: Bernard Gagnon / CC BY-SA 4.0

Zagreb besteht aus zwei mittelalterlichen Hügeln, einem Gründerzeit-Raster und einer Parkkette in Hufeisenform. Dieser Guide sortiert die Oberstadt, die Unterstadt und die zwei Ausflüge, die die Tramfahrt wert sind: Mirogoj und Maksimir.

Geprüft: 26. September 2026

Die Altstadt von Zagreb liegt auf zwei Hügeln. Auf dem Kaptol steht die Kathedrale und residiert seit Jahrhunderten die Kirche, auf dem Gradec nebenan sitzt die Politik mit Parlament und Regierung rund um die Markuskirche. Dazwischen liegt der Dolac-Markt, darunter breitet sich die Unterstadt aus, ein Raster aus dem 19. Jahrhundert, durch das sich eine Parkkette in Hufeisenform zieht, das Lenuci-Hufeisen. Wer dieses Muster einmal gesehen hat, braucht keinen Stadtplan mehr: oben Geschichte, unten Museen und Parks, und die Standseilbahn dazwischen erledigt den Höhenunterschied in 64 Sekunden.

Oberstadt: alles im Umkreis von zehn Minuten

Markuskirche
Foto: Jorge Franganillo / CC BY 2.0

Vom Jelačić-Platz führt der Weg über den Dolac, dessen rote Schirme vormittags die Obst- und Gemüsestände überdachen, hinauf zum Steinernen Tor. Im Torbogen brennen Kerzen vor einem Marienbild, das den Stadtbrand von 1731 überstanden hat, und Menschen halten mitten im Durchgang inne. Dahinter öffnet sich der Markusplatz mit dem Wappendach der Markuskirche, dem Parlament und der Banschen Residenz. Die Katharinenkirche mit ihrer Terrasse liegt zwei Gassen weiter, ebenso das Museum zerbrochener Beziehungen und das Atelier des Bildhauers Ivan Meštrović. Um zwölf feuert die Kanone im Lotrščak-Turm ihren Mittagsschuss, nach dem die halbe Stadt seit 1877 die Uhren stellt. Den Rückweg übernimmt die Strossmayer-Promenade unter den Kastanien, oder der Grič-Tunnel, ein Luftschutzstollen aus dem Zweiten Weltkrieg, der heute als kühle Passage unter dem Hügel durchführt.

  • Mirogoj liegt zehn Busminuten hinter der Kathedrale und zählt zu den schönsten Friedhöfen Europas: efeuberankte Arkaden von Hermann Bollé, unter denen alle Konfessionen der Stadt nebeneinander liegen. Der Eintritt ist frei.
  • Der Maksimir-Park wurde 1794 eröffnet und war einer der ersten öffentlichen Parks Europas. Fünf Seen, Wiesen, der Aussichtspunkt Vidikovac und der Echo-Pavillon liegen an einer Tramlinie, gegenüber wartet das Stadion von Dinamo.
  • Für Regentage: das Technische Museum Nikola Tesla mit Vorführungen im Tesla-Kabinett, das Museum der naiven Kunst mit den Malern aus Hlebine und das Museum der Illusionen für Familien.
  • Im Sommer verlagert sich die Stadt an den Jarun-See mit Kiesufern, Rundweg und Seebühnen und an den Bundek in Novi Zagreb. Beide erreichst du mit der Tram, Badesachen genügen.

Unterstadt: das grüne Hufeisen ablaufen

Die Unterstadt läuft man am besten als Parkfolge ab. Vom Jelačić-Platz sind es zwei Minuten zum Zrinjevac mit seinen Platanen, dem Musikpavillon und den Museumsfassaden ringsum. Es folgen der Strossmayer-Platz und der Tomislav-Platz mit dem Kunstpavillon und dem Reiterstandbild vor dem Hauptbahnhof, dann biegt das Hufeisen ab zum Botanischen Garten. Auf dem Weg liegen das Archäologische Museum, das kanariengelbe Nationaltheater und das Ethnographische Museum. Wer abends noch Kraft hat, nimmt die Oktogon-Passage zur Ilica und endet am Cvjetni trg, dem Blumenplatz, wo die Stadt beim Kaffee sitzt, bis die Lichter angehen.

“Die beste Einzelattraktion von Zagreb ist der Spaziergang selbst: zwei Hügel, ein grünes Hufeisen und dazwischen eine Stadt, die beim Kaffee sitzt und Zeit hat.”

Praktisch ist Zagreb einfach: Der Flughafen liegt eine halbe Busstunde entfernt, die Tram fährt dicht getaktet, und die Oberstadt ist komplett zu Fuß zu machen. Die Kathedrale wird nach dem Erdbeben von 2020 noch restauriert, ihre eingerüsteten Türme stehen über dem Kaptol. Als Basis für Plitvice taugt die Stadt ebenfalls, die Seen liegen gut zwei Busstunden südlich. Und wer im Advent kommt, findet auf Hufeisen und Promenade jenen Weihnachtsmarkt, für den Zagreb dreimal in Folge zur besten Adventsstadt Europas gewählt wurde.

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Der Flughafen Franjo Tuđman liegt etwa 15 km südöstlich des Zentrums bei Velika Gorica, und der Flughafenbus endet am Hauptbusbahnhof an der Avenija Marina Držića, etwa 1,5 km östlich des Bahnhofs. Fernbusse von der Küste nutzen denselben Busbahnhof, und die Straßenbahn davor erreicht den Ban-Jelačić-Platz in etwa 10 Minuten. Züge aus Ljubljana, Wien und Budapest kommen am Hauptbahnhof am Fuß des Hufeisens an, von wo aus die meisten zentralen Hotels zu Fuß erreichbar sind. Straßenbahntickets gibt es an Tisak-Kiosken oder beim Fahrer, sie müssen im Fahrzeug entwertet werden. Das Auto gehört ins Parkhaus, denn in den zentralen Straßen gilt gebührenpflichtiges Parken.

VonWieDauer
LjubljanaZug oder Busetwa 2 Stunden 30 Minuten
RijekaBusetwa 2 Stunden 30 Minuten
ZadarBusetwa 3 Stunden
SplitBusetwa 5 Stunden
WienDirektzugetwa 6 Stunden 30 Minuten
BudapestDirektzugetwa 6 Stunden
Fahrzeiten nach Zagreb

Essen und Trinken

Der Markt versorgt die besten Küchen der Stadt. Das Bistro Pod Zidom liegt unterhalb der Mauer von Dolac und kocht mit dem, was der Koch dort am Morgen eingekauft hat, daher lohnt sich eine Reservierung im Voraus. Amfora, eine schlichte Kantine bei der Fischhalle, serviert ab 08:00 Uhr frittierten Kleinfisch mit einem Glas Weißwein. In der Oberstadt bietet die Trilogija beim Steintor eine der besseren Weinkarten der Stadt, und das Noel trägt Zagrebs ersten Michelin-Stern mit einem Degustationsmenü, das weit im Voraus ausgebucht ist. Bier gibt es im Mali Medo an der Tkalčićeva und im Brauhaus Medvedgrad an der Savska, beide schenken ihr eigenes Lagerbier zu Tellern mit gegrilltem Fleisch aus. Kaffee röstet Cogito an der Varšavska selbst, nur wenige Schritte vom Blumenplatz entfernt. Štrukli, das lokale Käsegebäck, ist am bekanntesten im Esplanade beim Bahnhof.

Cogito Coffee
Foto: Perun at German Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Beste Reisezeit

Zagreb hat ein kontinentales Klima: Im Winter ist Schnee möglich, und an Sommertagen werden oft über 30 Grad erreicht. April bis Juni ist die angenehmste Zeit, die Terrassen sind geöffnet und die Parks am grünsten. Im Juli und August verlassen viele Einwohner die Stadt in Richtung Küste, sodass es im Zentrum ruhiger wird und manche kleinen Restaurants wegen Urlaubs schließen. September und Oktober bieten den vollsten Veranstaltungskalender. 2026 findet das Burger Festival vom 12. bis 22. September auf dem Trg dr. Franje Tuđmana statt, der Zagreb-Marathon startet und endet am 11. Oktober auf dem Ban-Jelačić-Platz, und Open House Zagreb öffnet vom 9. bis 11. Oktober 36 sonst geschlossene Gebäude kostenlos für Besucher. Der November ist grau, bietet aber die Buchmesse Interliber vom 10. bis 15. November und das Zagreb Film Festival vom 9. bis 15. November. Der Advent 2026 dauert vom 28. November bis zum 7. Januar 2027.

Übernachten

Bei einem ersten Besuch empfiehlt sich die Unterstadt, innerhalb von 10 Gehminuten vom Ban-Jelačić-Platz: Von dort erreicht man die Altstadt und das Hufeisen zu Fuß, und die Straßenbahnen halten direkt vor der Tür. Die Straßen rund um den Hauptbahnhof eignen sich für alle, die mit dem Zug anreisen, mit dem Esplanade als gehobener Option. Die Oberstadt ist nach Einbruch der Dunkelheit still, doch wer Gepäck trägt, sollte an die Treppen und die letzte Fahrt der Standseilbahn um 22:00 Uhr denken. Zimmer an der Tkalčićeva liegen über den Bars und sind an Freitag- und Samstagabenden laut. Novi Zagreb, jenseits der Save, bietet günstigere Wohnungen und die Arena, für jeden Ausflug reicht eine Straßenbahnfahrt. Für Dezember und für große Konzerte in der Arena oder im Hippodrom sollte man frühzeitig buchen.

Esplanade Hotel
Foto: Palauenc05 / CC BY-SA 4.0

Tagesausflüge ab der Stadt

Plitvice nimmt mit dem Bus einen ganzen Tag in Anspruch. Die übrigen Ziele unten lassen sich an einem halben oder einem entspannten ganzen Tag besuchen. Für Medvednica genügen Straßenbahn und Bus: Die Seilbahn führt hinauf zum 1.033 m hohen Sljeme, die Berghütten servieren Bohneneintopf und Štrukli, und die Festung Medvedgrad liegt auf einem Ausläufer darunter, ihre Mauern wirken im späten Nachmittagslicht am schönsten. Samobor, eine kurze Busfahrt westlich, ist der klassische Sonntagsausflug wegen der Kremšnita-Cremeschnitte. Varaždin und Trakošćan lassen sich mit dem Auto durch die Hügel des Zagorje an einem Tag verbinden, und Varaždin ist zudem mit direkten Zügen und Bussen erreichbar.

Medvedgrad Fortress
Foto: Miroslav.vajdic / CC BY-SA 4.0
ZielEntfernungSehenswertes
Medvednica und Medvedgrad15 kmSeilbahn nach Sljeme, Wanderwege, Berghütten, mittelalterliche Festung
Samobor20 kmKleinstadt an einem Bach, Burgruine, Kremšnita
Trakošćan75 kmweißes Schloss über einem See, Spaziergang am Ufer
Varaždin80 kmbarocke Altstadt, pastellfarbene Paläste, weißes Schloss, wenige Touristen
Plitvicer Seen130 km16 Seen und Wasserfälle auf Holzstegen, sehr früh starten
Tagesausflüge von Zagreb

Häufige Fehler

  • Nach dem Mittagessen zum Dolac zu kommen: Die Stände sind bis 15:00 Uhr abgebaut, für den vollen Markt sollte man vor 10:00 Uhr dort sein.
  • Zu erwarten, die Markuskirche von innen besichtigen zu können: Das Innere öffnet nur zur Messe, daher sollte man das Dach früh fotografieren, bevor sich der Platz füllt.
  • Museumsbesuche für einen Montag planen: An diesem Tag schließen die meisten staatlichen Museen, und die Strossmayer-Galerie schließt an den anderen Tagen um 16:00 Uhr.
  • Mit einer nicht entwerteten Fahrkarte Straßenbahn fahren: Kontrolleure steigen unangekündigt zu und verhängen sofort ein Bußgeld.
  • Sonntags einkaufen: Seit 2023 öffnen Geschäfte in Kroatien nur an 16 Sonntagen im Jahr, Einkaufszentren eingeschlossen, während Cafés und Restaurants wie gewohnt geöffnet haben.
  • Nur mit Karte unterwegs sein: Kroatien nutzt den Euro, und Karten funktionieren fast überall, aber an den Ständen auf dem Dolac und dem Britanac wird Bargeld verlangt.

Die Orte im Einzelnen

OrtWas es istBenötigte Zeit
Ban-Jelačić-PlatzHauptplatz mit dem Standbild von 1866 und dem Manduševac-Brunnen15 Minuten
Tkalčićeva-StraßeFußgängerstraße mit Cafés über einem zugeschütteten Bachlauf30 Minuten bis 1 Stunde
Park RibnjakSchattiger Park hinter der Kathedrale20 Minuten
Zagreber StadtmuseumStadtgeschichte in einem ehemaligen Kloster1 bis 2 Stunden
Meštrović-AtelierHaus, Atelier und Garten des Bildhauers45 Minuten
Museum für Kunst und GewerbeMöbel, Glas und Design von der Gotik bis heute1 bis 2 Stunden
Café VelvetDesigncafé in der Dežmanova30 Minuten
Britischer Platz (Britanac)Morgenmarkt, sonntags Antiquitätenmarkt1 Stunde
Tuškanac und Dubravkin PutWaldpromenade oberhalb der Oberstadt30 Minuten bis 1 Stunde
Wiese CmrokWiese mit Blick über die Stadt, im Winter Rodelhang1 Stunde
Zoo Zagreb2.000 Tiere im Maksimir-Park2 Stunden
Museum für zeitgenössische KunstKroatiens größtes Museum für zeitgenössische Kunst, mit Rutsche2 Stunden
Sava-Ufer10 km ebener Weg am Fluss entlang1 bis 2 Stunden
Zagrebs Orte auf einen Blick

Ban-Jelačić-Platz

Der Hauptplatz entstand im 17. Jahrhundert als Marktplatz vor den Stadtmauern und erhielt seine heutige Gestalt im 19. Jahrhundert, als klassizistische Bauten und Bauten der Secession rings um ihn errichtet wurden. In der Mitte reitet Ban Josip Jelačić, ein Werk des Wiener Bildhauers Anton Dominik Fernkorn aus dem Jahr 1866. Das Standbild wurde 1947 entfernt und 1990 wieder aufgestellt. Auf der Südseite liegt der Manduševac-Brunnen, die Quelle, von der die Stadt der Überlieferung nach ihren Namen hat. Der Platz ist Fußgängerzone und ganztägig zugänglich, und Treppen und Durchgänge führen von ihm hinauf zum Dolac und zur Oberstadt. Einheimische verabreden sich unter dem Pferdeschwanz des Denkmals, und das können Sie ebenso tun.

Ban Jelačić Square
Foto: Roberta F. / CC BY-SA 3.0

Tkalčićeva-Straße

Die Tkalčićeva verläuft im Bett des Medveščak-Bachs, der jahrhundertelang Gradec auf dem Hügel von Kaptol unter dem Bischof trennte. Das Wasser trieb Mühlen und Schmieden an, und es war zugleich die Grenze, über die Gradec und Kaptol stritten, zeitweise sogar mit Waffen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bach umgeleitet und zugeschüttet, und die niedrigen Häuser, die an seinem Ufer gestanden hatten, wurden zu einer Straße. Heute ist sie Fußgängerzone, gesäumt von Cafés und Restaurants, deren Terrassen den größten Teil der Fahrbahn einnehmen. Man erreicht sie vom Dolac oder von der Radićeva-Straße aus, und am belebtesten ist sie abends. Treten Sie durch ein beliebiges offenes Tor: Die Innenhöfe hinter den Fassaden bieten die ruhigsten Tische der Straße.

Tkalčićeva Street
Foto: stelios84 / CC BY 3.0

Park Ribnjak

Ribnjak liegt in einer Senke hinter der Kathedrale, entlang des Verlaufs der einstigen bischöflichen Mauern. Der Name bedeutet Fischteich: Jahrhundertelang hielt das Kirchengut hier Fische für die Fastentage. Als die Teiche im 19. Jahrhundert trockengelegt wurden, entstand auf dem Gelände ein öffentlicher Park mit geschwungenen Wegen, Baumreihen und Bänken, ein Brunnen und Skulpturen kamen später hinzu. Da er tiefer liegt als die umgebenden Straßen, bleibt er kühler als diese und den größten Teil des Tages im Schatten. Im Sommer finden hier Konzerte statt. Der Eintritt ist frei, und der Park schließt nie. Nutzen Sie ihn für eine Pause zwischen der Kathedrale und der Tkalčićeva, bevor Sie zur Oberstadt hinaufsteigen.

Zagreber Stadtmuseum

Das Stadtmuseum befindet sich im ehemaligen Klarissenkloster, einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert an der Opatička-Straße am nördlichen Ende der Oberstadt. Die Dauerausstellung verfolgt die Geschichte der Stadt von prähistorischen Siedlungen und dem mittelalterlichen Gradec bis ins 20. Jahrhundert anhand von Modellen, Dokumenten, Möbeln und Kleidung, darunter die Stadtbrände, das Erdbeben von 1880 und der Bau der Unterstadt. Im Untergeschoss sind die archäologischen Schichten unter dem Gebäude zu sehen. Rechnen Sie mit etwa 90 Minuten. Die Öffnungszeiten werden mit 10:00 bis 19:00 Uhr angegeben, doch das Museum wird seit dem Erdbeben von 2020 restauriert, prüfen Sie die Öffnungszeiten daher, bevor Sie hinaufsteigen. Besuchen Sie es früh in Ihrem Aufenthalt: Die Modelle geben jeder Gasse, durch die Sie danach gehen, einen Sinn.

Meštrović-Atelier

Ivan Meštrović, der bekannteste kroatische Bildhauer des 20. Jahrhunderts, lebte und arbeitete von 1922 bis 1942 in diesem Haus in der Oberstadt. Er baute es selbst um, verband mehrere alte Gebäude miteinander und fügte ein Atelier mit Oberlicht, einen Innenhof und einen Garten für seine Skulpturen hinzu. Er stellte in Wien, Rom und New York aus, lehrte an amerikanischen Universitäten und schenkte das Haus samt den darin befindlichen Werken dem kroatischen Volk. Die Ausstellung zeigt Skulpturen aus Stein, Holz und Bronze sowie Zeichnungen und Möbel, die er selbst entworfen hat. Das Museum ist seit 1963 geöffnet, der Besuch dauert etwa 40 Minuten. Gehen Sie bis in den hinteren Innenhof: Die Skulpturen im Grünen sind der schönste Teil und oft menschenleer.

Meštrović Atelier
Foto: Bernard Gagnon / CC BY-SA 4.0

Museum für Kunst und Gewerbe

Das Museum für Kunst und Gewerbe wurde 1880 gegründet, um Handwerkern und Schulen gute Vorbilder zu zeigen, zu einer Zeit, als Europa sein Handwerk vor der Fabrikproduktion zu bewahren suchte. Hermann Bollé entwarf das Gebäude 1888, es steht am Trg Republike Hrvatske gegenüber dem Nationaltheater. Die Sammlung umfasst mehr als 100.000 Objekte von der Gotik bis ins 20. Jahrhundert: Möbel, Uhren, Glas, Keramik, Textilien, Fotografie, Plakate und 150 Jahre Alltagsdesign. Die Räume sind chronologisch geordnet, sodass man beim Durchgehen den Wandel des Geschmacks miterlebt. Rechnen Sie mit etwa 90 Minuten. Es ist von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet und lässt sich gut mit dem Theater und Meštrovićs bronzenem Well of Life davor verbinden.

Café Velvet

Velvet liegt an der Dežmanova, einer kurzen, ruhigen Straße abseits der Ilica, wenige Minuten westlich der Standseilbahn. Es ist ein Designcafé: Blumen, Kerzen und kleine Objekte füllen jede Fläche des einzigen Raums, und es hat einen treuen Kreis unter der kreativen Szene der Stadt. Kommen Sie für einen gemütlichen Kaffee und ein Stück Kuchen vorbei. Es öffnet um 08:30 Uhr und schließt um 21:00 Uhr, die Preise liegen im mittleren Bereich für die Stadt. Der Raum ist klein, daher ist der späte Vormittag an einem Wochentag die ruhige Zeit, bevor die Stammgäste eintreffen. Es eignet sich gut als Pause zwischen den Museen der Unterstadt und dem Aufstieg über den Dubravkin put, der am oberen Ende derselben Straße beginnt.

Britischer Platz (Britanac)

Britanac, offiziell British Square, liegt an der Ilica westlich des Zentrums, wenige Straßenbahnhaltestellen vom Ban-Jelačić-Platz entfernt. Jeden Morgen findet hier ein kleiner Lebensmittelmarkt mit Obst, Gemüse, Käse und Blumen aus den Dörfern rund um die Stadt statt. Sonntags wird derselbe Platz zu einem Antiquitätenmarkt: alte Uhren, Postkarten, Schallplatten, Münzen, Bücher, Geschirr und Möbel liegen auf Tischen aus, und Sammler wie einfach Neugierige schlendern dazwischen umher. Der Markt besteht seit Jahrzehnten und ist einer der wenigen Orte der Stadt, an denen noch gefeilscht wird, also machen Sie ruhig ein Angebot, behutsam. Rund um den Platz liegen Cafés mit Terrassen, die den ganzen Tag geöffnet sind. Kommen Sie am Morgen, denn die Stände werden bereits am frühen Nachmittag abgebaut.

Tuškanac und Dubravkin Put

Gleich oberhalb der Oberstadt endet die Stadt und der Wald beginnt. Tuškanac und Dubravkin put wurden im 19. Jahrhundert als Promenaden für die Bürger angelegt, mit verschlungenen Wegen, Bänken und Baumreihen. Dubravkin put folgt einem Bach durch eine enge Schlucht und verbindet das Zentrum mit Tuškanac, es ist damit der schnellste Weg vom Trubel in den Wald: etwa 10 Minuten zu Fuß, mit 12 Tafeln entlang des Weges, die Pflanzen und Tiere erklären. In Tuškanac gibt es außerdem ein Sommerkino, das seit rund 60 Jahren Filme unter freiem Himmel zeigt. Die Wege sind das ganze Jahr über begehbar, im Winter jedoch können sie rutschig sein, tragen Sie daher Schuhe mit gutem Profil.

Wiese Cmrok

Steigen Sie hinter dem Ende von Dubravkin put weiter bergauf, so öffnen sich die Bäume zum Cmrok, einer weiten Wiese am Hang oberhalb von Tuškanac, wo der Wald seinen Anstieg zum Medvednica beginnt. Von der Oberstadt aus sind es 20 Minuten Fußweg bergauf. Im Sommer sitzen die Menschen im Gras, spielen Fußball und lassen Drachen steigen, und vom oberen Rand aus liegt die Stadt bis zur Sava und dem flachen Land dahinter ausgebreitet da. Wenn Schnee fällt, verwandelt sich der ganze Hang in einen Rodelhang, den nächstgelegenen zum Zentrum, und Familien kommen mit ihren Kindern aus der ganzen Stadt hierher. Am Rand stehen ein paar Bänke, und saisonal öffnet ein Kiosk. Bringen Sie eine Decke mit und kommen Sie zum Sonnenuntergang.

Cmrok Meadow
Foto: Suradnik13 / CC BY-SA 4.0

Zoo Zagreb

Zagrebs Zoo wurde 1925 im Maksimir-Park eröffnet und begann mit 3 Füchsen, 3 Eulen und einem Dachs, die Mijo Filipović der Stadt schenkte. Heute leben rund 2.000 Tiere aus nahezu 300 Arten auf 7 Hektar, und die alten Gehege werden zu größeren Flächen umgebaut, die den Tieren besser gerecht werden. Der Zoo beteiligt sich an europäischen Zuchtprogrammen für bedrohte Arten. Ein Kinderbereich hält Haustiere, die gefüttert werden dürfen. Er hat das ganze Jahr über von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, die Eintrittspreise sind niedrig, und der Eingang ist zu Fuß durch den Park erreichbar, sodass der Spaziergang unter den Eichen Teil des Besuchs ist. Rechnen Sie für den Zoo mit 2 Stunden und mit einem halben Tag, wenn Sie den Park dazunehmen.

Zagreb Zoo
Foto: Perun at German Wikipedia / CC BY-SA 3.0

Museum für zeitgenössische Kunst

Jenseits der Sava in Novi Zagreb eröffnete 2009 das Museum für zeitgenössische Kunst in einem Gebäude des Architekten Igor Franić und ist das größte Museum seiner Art in Kroatien. Die Sammlung umfasst mehrere tausend Werke, die nach 1950 entstanden sind, vor allem kroatische Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, darunter die Gruppe Gorgona und Exat 51, dazu neue Medien und Installationen. Durch das Gebäude verläuft eine Rutsche des Künstlers Carsten Höller: Man fährt darauf von den oberen Stockwerken hinunter, sie ist die einzige Museumsrutsche dieser Art in diesem Teil Europas. Geöffnet ist von 11:00 bis 18:00 Uhr, der Besuch dauert etwa 2 Stunden, und eine Straßenbahn aus dem Zentrum hält direkt davor.

Museum of Contemporary Art
Foto: Myriam Thyes / CC BY-SA 3.0

Sava-Ufer

Die Dämme entlang beider Ufer der Sava wurden gebaut, um die Stadt nach Jahrhunderten von Überschwemmungen vor dem Fluss zu schützen, die letzte schwere Überschwemmung 1964, als das Wasser ganze Stadtteile überflutete. Danach wurden sie erhöht und verstärkt, und mit der Zeit wurde der Weg auf ihrer Krone zur längsten durchgehenden Sportstrecke Zagrebs: rund 10 km durch die Stadt, eben, ohne Verkehr und für jeden zugänglich. Einheimische laufen, fahren Rad und gehen hier mit ihren Hunden spazieren, auf der einen Seite der Fluss mit seinen Brücken, auf der anderen Wiesen, auf denen man im Sommer liegt. Leihen Sie sich ein Fahrrad und fahren Sie nach Osten oder Westen, so weit Sie möchten, und kehren Sie dann um. Es kostet nichts.

Ansehen

Zagreb im Video

Ein kurzer offizieller Stadtfilm, damit du dir den Ort vor der Reise besser vorstellen kannst.

Zagreb: alles inklusive

YouTubeZagreb2:26

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Zagreb?
Oberstadt und grünes Hufeisen passen bequem in einen vollen Tag. Ein zweiter Tag lohnt für Mirogoj am Vormittag und Maksimir oder die Museen am Nachmittag. Wer Zagreb als Basis nutzt, hängt einen Tagesausflug zu den Plitvicer Seen an, gut zwei Busstunden entfernt.
Was kann man in Zagreb kostenlos sehen?
Sehr viel: das Steinerne Tor, den Markusplatz, die Strossmayer-Promenade, den Mittagsschuss am Lotrščak-Turm, alle Parks des Hufeisens, den Dolac-Markt, Mirogoj und Maksimir. Eintritt kosten im Kern nur die Museen und der Aufstieg auf den Turm.

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