Vom Kaffee unter dem Glockenturm um acht bis zu den Hafenlichtern um zehn: ein Tag zu Fuß zwischen Biokovo-Wand und Wasser, jede Station verlinkt, mit der versteckten Bucht und zwei Anschlusszielen.
Geprüft: 23 August 2026
Makarska klemmt zwischen einer 1400 Meter hohen Kalkwand und einer Bucht, die zwei bewaldete Halbinseln schließen, und diese Geometrie entscheidet alles: wo der Schatten liegt, wann das Wasser ruhig ist, in welche Richtung man zu welcher Stunde geht. Die Altstadt lässt sich in zehn Minuten durchqueren, ein Tag hier ist also kein Wettlauf. Hier ist dieser Tag, Station für Station. Jeder Halt ist verlinkt; dahinter liegen Fotos, Hintergrund und der genaue Punkt auf der Karte.

Vormittag: die Stadt, solange der Stein noch kühl ist
- 08:00Kaffee am Kačić-Platz
Anfangen, wo die Stadt sich selbst trifft. An einem Tisch auf dem Platz bestellen und nach oben sehen: auf der einen Seite die Konkathedrale, in der Mitte das Denkmal für den Dichtermönch Andrija Kačić Miošić, hinter beiden füllt die graue Biokovo-Wand den Himmel. Zu dieser Stunde gehört der Platz den Einheimischen und das Licht liegt noch weich auf dem Stein.
- 08:40St. Markus, zehn Minuten Brač-Stein
Zwei Stufen vom Platz hinauf. Die Konkathedrale entstand Mitte des 18. Jahrhunderts aus hellem Stein von der Insel Brač, die den ganzen Tag über dem Kanal zu sehen sein wird. Ein schlanker Glockenturm, barocke Altäre, eine Marmorkanzel. Außerhalb der Messe steht die Tür meist offen, und es kostet nichts.
- 09:15Das Kloster, und eine Wand aus Muscheln
Sechs Minuten am Wasser entlang nach Süden. Die Franziskaner wachen seit dem 15. Jahrhundert über dieses Ufer, und in ihrem Kreuzgang sitzt das Malakologische Museum: Tausende Muscheln und Meeresschnecken aus allen Ozeanen, über Jahrzehnte zusammengetragen. Es ist die eigenwillige, sehr genaue Art Sammlung, die eine Küstenstadt anlegt, wenn sie Zeit hat. Danach auf die Terrasse treten, die Adria beginnt gleich hinter dem Garten.
- 10:15Hinaus auf die Mole
Die Steinmole bis zur Spitze abgehen. Von hier draußen sieht man die ganze Stadtfront auf einmal, den Glockenturm gegen die Wand, und die Fähre nach Sumartin auf Brač zieht so nah vorbei, dass man winken kann. Es dauert fünfzehn Minuten und ist der beste kostenlose Blick in Makarska, bevor man einen einzigen Höhenmeter gemacht hat.

Mittag: schwimmen auf der Westseite, essen im Schatten
Die Bucht hat zwei Arme, und sie nehmen die Sonne unterschiedlich an. Sveti Petar, die bewaldete Halbinsel westlich des Hafens, hat flache Felsen, die am späten Vormittag im Wasser liegen, und einen Weg unter Pinien, der nie ganz durchheizt. Dorthin gehört die Mitte des Tages.
- 11:00Sveti Petar: Pinien, Leuchtturm, flache Felsen
Zehn Minuten westlich des Hafens, dann übernehmen die Wege. Der Runde zur kleinen Kirche und zum Leuchtturm an der Spitze folgen; die Felsen auf der Seeseite fallen direkt ins klare Wasser. Schuhe mitnehmen, in denen man laufen und von denen man ins Wasser steigen kann, Sand gibt es hier keinen und braucht es auch nicht.
- 13:00Mittagessen an der Riva, dann die Hitze vorbeiziehen lassen
Zurück an den Palmen entlang. Die Riva ist das Wohnzimmer der Stadt unter freiem Himmel und zu dieser Stunde auch ihre schattigste Straße. Langsam essen. Die zwei Stunden nach dem Mittagessen sind am Berg die schlechtesten und im Museum die besten, deshalb liegt die nächste Station drinnen.
- 14:30Das Stadtmuseum, absichtlich klein
Eine Handvoll Säle über das Leben zwischen der Wand und dem Hafen: Fischerei, Seefahrt, der Alltag früherer Generationen. Vierzig Minuten reichen, und danach liest man die Straßen draußen anders, was der ganze Sinn eines kleinen Museums ist.
Nachmittag: der andere Arm der Bucht
- 16:00Osejava, wo die Stadt aufhört
Östlich der Altstadt wird die Promenade zum Klippenweg unter Pinien. Harz und Salz, unten das Meer am Fels, direkt über einem das Biokovo. Geht man weit genug, hört der Lärm der Stadt einfach auf. Hier beginnt auch der Pfad zur nächsten Station, also entscheidet sich an dieser Stelle, ob die Beine noch wollen.
- 16:45Nugal, eine halbe Stunde zu Fuß und keine Straße
Der Waldpfad von Osejava läuft rund eine halbe Stunde nach Süden zu einer Bucht aus weißen Kieseln unter hohen Klippen. Keine Straße führt hin, genau darum lohnt der Weg und genau darum trägt man sein Wasser selbst. Am späten Nachmittag wirft die Klippe Schatten über die Kiesel, und das Wasser hält noch die Wärme des Tages.
- 19:30Zurück zum Korso
Makarska geht abends spazieren, die ganze Stadt auf einmal, die Riva auf und ab unter der angestrahlten Wand. Einen Tisch am Wasser nehmen, spät bestellen und die Nacht sich ringsum zusammensetzen lassen. Das beleuchtete Biokovo über einem Hafen voller Masten ist das Bild, das die Leute mitnehmen.

Wohin als Nächstes
- 30 minDen Berg hinauf, zur Glasplattform
Die Wand, auf die man den ganzen Tag geschaut hat, ist befahrbar. Dreizehn Kilometer Serpentinen ab dem Parktor führen zum Skywalk auf 1228 Metern, mit Makarska direkt unter dem Glas. Die Einfahrt ist pro Stunde gedeckelt, das braucht Planung; der eigene Guide hat Zeiten, Preise und die Regeln der Straße.
- 35 minOmiš, wo ein Fluss den Fels durchschneidet
Eine halbe Stunde nördlich an der Küstenstraße tritt die Cetina aus einer Schlucht direkt ins Meer, über der Altstadt Piratenfestungen auf den Klippen. Das ist das natürliche Gegengewicht zu einem Strandtag und funktioniert als Nachmittag.
- 1 hSplit, der Palast, in dem noch gewohnt wird
Eine Stunde die Küste hinauf steht der Alterssitz Diokletians, nur wurde er nie zur Ruine: Menschen zogen ein und blieben, also sind Keller, Peristyl und Wäscheleinen dasselbe Gebäude. Als Tagesausflug leicht zu machen, und die Rückfahrt in der Dämmerung lohnt für sich.
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