
Paradiesstrand
Anderthalb Kilometer Sand in Lopar mit kniehohem Meer über Hunderte Meter, der bekannteste Sandstrand der Adria.
Foto: Isiwal / CC BY-SA 3.0
Versteckte Sandbucht im Norden Lopars, erreichbar über einen Pfad durch die Macchia.
Der Sahara-Strand ist der Lohn für alle, die zu gehen bereit sind: eine Sandbucht im Norden der Halbinsel von Lopar, zu der keine Straße führt, nur ein Pfad durch Macchia und Weinberge, gut zwanzig Minuten vom letzten Parkplatz. Der Name ist keine Übertreibung, die Bucht ist eine Schüssel gelben Sands zwischen niedrigen Lehmhängen, mit einem Meer so flach, dass man hundert Meter bis zur Tiefe watet, warm von Mai bis Oktober. Die Sahara ist seit alters ein Naturistenstrand und bewahrt diesen Geist bis heute, entspannt und unaufgeräumt: keine Liegen, Konzessionen oder Musik, im Sommer nur eine improvisierte Bar mit Getränk und Schatten.
Genau diese Kargheit ist der Zauber: Wer kommt, kommt wegen Sand, Stille und Meer, nicht wegen Ausstattung. Nehmen Sie Wasser, Essen und Schirm mit, natürlichen Schatten gibt es kaum, und cremen Sie den Rücken auch für den Rückweg. Die Nachbarbuchten Ciganka und Stolac bieten denselben Sand mit noch weniger Menschen, von der Sahara fügt sich also leicht ein ganzer Tag des Streunens von Bucht zu Bucht. Gegen Abend, wenn die Ausflügler gehen, bleibt die Bucht denen, die wissen, warum sie gekommen sind.
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