Sahara-Strand
Versteckte Sandbucht im Norden Lopars, erreichbar über einen Pfad durch die Macchia.

Ehemaliges politisches Gefangenenlager auf einer kahlen Insel gegenüber Rab, heute ein aufwühlendes Ausflugsziel mit verlassenen Gebäuden.
Foto: Roberta F. / CC BY-SA 3.0
Goli Otok ist die schwerste und wichtigste Geschichte, die ein Ausflug von Rab erzählen kann: eine Steinwüste jenseits des Kanals von Barbat, auf der ab 1949 ein politisches Lager für die im Konflikt Jugoslawiens mit Stalin Verurteilten arbeitete, später ein Gefängnis, geschlossen erst 1988. Durch das Lager gingen Tausende, und was sie bauten, steht bis heute: Werkstätten, Schlafsäle, Verwaltung, Kraftwerk und Kino, jetzt leere Hüllen, durch die die Bora und manches Schaf spazieren. Genau diese Verbindung, blaues Bademeer an den Molen und die gespenstische Stille der Gebäude, macht den Besuch zu einer Erfahrung, die nicht vergessen wird.
Aus der Stadt Rab und Lopar fahren im Sommer Ausflugsboote, kleinere Boote aus Barbat queren den Kanal in einer Viertelstunde; auf der Insel umrundet ein Touristenzug die Hauptpunkte, gehen kann man auch auf eigene Faust. Nehmen Sie Wasser, Hut und feste Schuhe mit, Schatten gibt es kaum, die Bewirtung ist auf einen Saisonpunkt reduziert. Gehen Sie langsam durch Zellen und Werkstätten und lesen Sie die Tafeln: Dies ist keine Kulisse, sondern ein Memorial, ein Ort, der ein halbes Jahrhundert Geschichte besser erklärt als Lehrbücher.
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