Saline von Nin
Salzfelder, auf denen die Salzblume bis heute von Hand geerntet wird, mit Museum, Pfad und Laden.

Ein romanisches Krönungskirchlein auf dem Hügel Prahulje, allein im Feld vor der Stadt.
Foto: Ziegler175 / CC BY-SA 3.0
Sankt Nikolaus auf Prahulje ist das einsamste und fotogenste Kirchlein Dalmatiens: ein romanischer Bau des 11. oder 12. Jahrhunderts auf einem regelmäßigen Hügel mitten in den Feldern zwischen Nin und Zaton, mit der Zackenkrone, die er in türkischer Zeit erhielt, als er auch als Wachtposten diente. Die Überlieferung sagt, dass sich hier, in Sichtweite Nins, die gekrönten kroatischen Könige nach der Krönung dem Volk zeigten, weshalb der Hügel auch Krönungshügel heißt; sieben Könige, sagt die Geschichte, sieben Blicke vom Gipfel. Geschichte und Überlieferung lassen sich hier nicht trennen, und müssen es nicht: Das Kirchlein allein, im Gras, ohne Zaun und Kasse, ist eines der stärksten Bilder der kroatischen Küste.
Man erreicht es zu Fuß von der Straße in fünf Minuten; die Tür ist oft verschlossen, doch man kommt nicht wegen des Inneren, man kommt wegen des Ganzen, ein Steinwürfel mit Kuppel auf grünem Hügel, dahinter der Velebit. Das beste Licht ist die goldene Stunde: Dann zündet sich das Kirchlein wie eine Kerze überm Feld an. Verbinden Sie es mit Nin zu einer Geschichte: erst die kleinste Kathedrale, dann der Krönungshügel, eine halbe Stunde, die erklärt, warum diese kleine Gegend die Wiege des kroatischen Staates heißt.
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