Eine UNESCO-Basilika, ein römisches Straßenraster im Alltagsgebrauch und drei Türme der alten Mauer. Poreč lohnt eine Stunde mehr, als die meisten einplanen.
Poreč hat eine Sache, für die alle kommen, und mehrere, an denen man vorbeiläuft. Die Euphrasius-Basilika steht wegen ihrer Mosaike aus dem sechsten Jahrhundert auf der UNESCO-Welterbeliste, und die Aufmerksamkeit ist verdient. Aber die Altstadt drumherum ist ein römisches Raster, das nie neu gezeichnet wurde: Der Decumanus läuft weiterhin die Halbinsel entlang, der Marafor-Platz liegt weiterhin dort, wo das römische Forum war, und wer das Muster einmal bemerkt, liest das ganze Zentrum in zwanzig Minuten.
Die Basilika ist ein Komplex, keine Kirche
Hier liegen die meisten falsch. Die Euphrasius-Basilika ist kein einzelnes Gebäude, sondern ein frühchristliches Ensemble: die Kirche mit den Apsismosaiken, das Atrium, das Baptisterium und der Bischofspalast. Wer das Ticket kauft und nur ins Kirchenschiff schaut, verpasst mehr als die Hälfte. Die Mosaike sind der Grund für die UNESCO-Listung, aber ungewöhnlich macht die Anlage der Grundriss, weil so wenige Komplexe dieses Alters mit allen Teilen zusammen erhalten blieben.
Lauf das römische Raster ab, dann die Mauern
- Decumanus: die römische Hauptachse, bis heute die belebteste Straße der Altstadt.
- Marafor-Platz und Romanisches Haus: das alte Forum und eines der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Häuser.
- Runder, Fünfeck- und Nordturm: drei erhaltene Wehrtürme, jeder an einer anderen Seite der alten Mauer.
Wenn die Altstadt voll ist
Poreč ist genauso Pauschalurlaubsort wie historische Stadt, und im Juli füllt sich die Halbinsel früh. Die Fluchtwege sind kurz: Die Insel Sveti Nikola liegt direkt gegenüber dem Hafen und verändert die Temperatur des Tages komplett, und die Baredine-Höhle im Landesinneren ist die Standardlösung für Regen oder zu große Hitze. Vrsar, ein paar Kilometer die Küste hinunter, hat eine Altstadt, die sich anfühlt wie Poreč vor den Hotels.
- Insel Sveti Nikola: Boote fahren vom Hafen, und die abgewandte Seite ist ruhiger als die nahe.
- Baredine-Höhle: im Landesinneren, ganzjährig kühl, die verlässliche Option, wenn die Küste zu heiß ist.
- Die Riva: die Uferpromenade, am besten in der Stunde vor Sonnenuntergang.
“Poreč ist eine römische Stadt, die ihren Straßenplan behalten und alles andere darum herum neu bauen lassen hat.”
Praktisch: Die Basilika ist das eine, um das du deinen Tag legen solltest, und früh ist besser als spät. Die Altstadt ist klein genug, dass du keinen Plan brauchst, aber die Türme übersieht man leicht, weil sie an den Rändern stehen und nicht an der Hauptstraße. Die Route durch das Zentrum, Türme eingeschlossen, ist in der CroVenture-App eingezeichnet.
