
Denkmal für die Opfer des jugoslawischen Kommunismus
Eine Steinstele an der Marina, 2015 errichtet, den Opfern des kommunistischen Jugoslawien gewidmet.
Foto: Kristijan Bezjak / Croatia Atlas
Der Hügel über dem Ort mit Kirche und Blick über das ganze Šibenik-Archipel.
Okit ist die Anhöhe nördlich von Vodice, knapp unter zweihundert Metern, mit der Kirche Gospa od Karmela auf der Kuppe. Der Blick von dort oben erklärt die Geografie besser als jede Karte: unten der Ort und seine Bucht, gegenüber Prvić mit seinen zwei Dörfern, dahinter Zlarin und Kaprije, und an klaren Tagen zeichnet sich am Horizont die Reihe der Kornaten ab.
Nach Norden öffnet sich das trockene Hinterland mit Steinmauern und Olivenhainen, völlig anders als die Küste.
Eine asphaltierte Straße führt hinauf, man kann also fahren, zu Fuß dauert es etwa eine halbe Stunde und der Blick weitet sich die ganze Zeit. Der Aufstieg ist kurz und steil und ohne Schatten, was ihn im Sommer nur früh am Morgen oder vor Sonnenuntergang erträglich macht.
Die Kirche ist schlicht und meist geschlossen, doch Mitte Juli, zum Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, steigt eine Prozession aus dem Ort herauf, und der Hügel ist den einzigen Tag im Jahr voll. Sonst ist dort oben niemand außer gelegentlich einem Läufer.
Vor Sonnenuntergang hingehen: Die Sonne fällt hinter die Inseln, der ganze Kanal färbt sich, und der Rückweg bergab geht auch im Dunkeln schnell.
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