Kirche der Heiligen Maria der Grossen
Die einstige Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert mit gestreifter Fassade und dem feierlichsten Innenraum der Insel.

Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert, mit 26 Metern der schönste der Adria; der Aufstieg führt auf eine Aussichtsplattform über Rabs Dächern.
Foto: BiljanaST / CC BY-SA 4.0
Der Große Glockenturm ist die berühmteste Silhouette der Insel Rab und für viele der schönste Campanile der Adria: 26 Meter romanische Vollendung aus dem 12. Jahrhundert, ein freistehender Turm, der am schmalsten Punkt der Altstadt durch vier Geschosse von Biforien und Triforien wächst, nach oben immer luftiger, bis ihn Pyramide und Kreuz schließen. Die Baumeister wussten, was sie taten: Geschoss um Geschoss werden die Öffnungen weiter und leichter, sodass der Turm sich selbst gen Himmel zu heben scheint. Der Aufstieg über Holztreppen durchs Innere gehört zum Erlebnis, Knarren, Halbdunkel und Glocken über dem Kopf, und der Lohn ist ein Blick, den kein Foto ehrlich überträgt: Rabs vier Glockentürme in einer Reihe, rote Dächer auf schmaler Landzunge, Kalifront auf der einen, der Velebit auf der anderen Seite.
Im Sommer steigt man in kurzen Wellen, denn die Spitze ist klein; Geduld zahlt sich aus. Der Turm steht neben der einstigen Kathedrale am feierlichsten Ende der Stadt, der Aufstieg kommt also natürlich als Krone des Gangs durch die Obere Gasse. Der Eintritt ist symbolisch, die Zeiten folgen der Saison: Tafel am Eingang prüfen.
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