
Grosser Glockenturm
Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert, mit 26 Metern der schönste der Adria; der Aufstieg führt auf eine Aussichtsplattform über Rabs Dächern.
Foto: BiljanaST / CC BY-SA 4.0
Reste einer frühchristlichen Basilika mit erhaltenem Glockenturm, den man für den Blick über die Stadt besteigt.
Die Ruinen von Sankt Johannes dem Evangelisten sind die älteste und anrührendste der Kirchen Rabs: eine Basilika, deren Fundamente ins frühe Christentum reichen, jahrhundertelang Klosterkirche, im 19. Jahrhundert aufgegeben und abgetragen, von der die Umfassungsmauern, die Bögen der Apsis und ein Glockenturm blieben, der bis heute aufrecht steht, als wäre ihm die Kirche nie abhandengekommen. Genau diese Offenheit macht den Ort besonders: Durch das dachlose Schiff wächst das Licht, durch die glaslosen Fenster kommt das Meer, und die Vorstellung stellt die Säulen mühelos zurück an ihren Platz. Der Turm ist für den Aufstieg hergerichtet und gibt den Blick auf die Dächer, den Großen Glockenturm nebenan und den Kanal Richtung Kalifront, mit kleinerem Gedränge als beim berühmteren Nachbarn.
Die Ruinen liegen an der Oberen Gasse, der Eintritt ist frei oder kostet in der Saison eine Kleinigkeit, die Besichtigung dauert etwa zwanzig Minuten. Am schönsten sind sie früh am Morgen, wenn niedriges Licht durch die Apsis fällt, und in der Dämmerung, wenn der Stein vergoldet. Zusammen mit Kaldanac, dem ältesten Viertel an der Spitze, ist dies die Adresse, an der sich Rabs dreizehn Jahrhunderte am besten unter den Fingern anfühlen.
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