Jeden Abend auf der Promenade an der alten Stadtmauer: Konzerte, Puppen, Maler, keine Karte. Wie man hinaufkommt, wann man kommt und was in fünf Minuten erreichbar ist.
Geprüft: 23 August 2026
Zagreb leert sich im Sommer Richtung Küste, und was zurückbleibt, ist besser als sein Ruf. Die Strossmayer-Promenade läuft ein paar hundert Meter an der alten Mauer der Oberstadt entlang, und vom Spätfrühling an trägt sie jeden einzelnen Tag ein Programm. Keine Karte, keine Buchung, keine Namensliste, die man vorher kennen müsste.
Wie man hinaufkommt
Von der Ilica die Standseilbahn nehmen, sechsundsechzig Meter Gleis und die kürzeste öffentliche Standseilbahn der Welt, oder die Treppe daneben, wenn die Schlange lang ist. Vom Ban-Jelačić-Platz dauert der Weg hinauf durch die Radićeva zehn Minuten und führt am Steinernen Tor vorbei. So oder so kommt man am westlichen Ende der Promenade an, und dort ist die Aussicht.

Was läuft und wann
Die Nachmittage gehören den Kindern: Puppentheater, Werkstätten, Maler, die zuschauen lassen und manchmal mitmachen lassen. Ab etwa acht beginnt die Musik, und über eine Saison sind das mehr als achtzig Konzerte: Jazz, Evergreens, das nostalgische Repertoire der Fünfziger, Latin, Liedermacher, Roma-Lieder, das alternative Ende. Nichts dauert so lang, dass man nicht gehen könnte, und das ist hier die Etikette.
Fünf Minuten entfernt
Die Promenade liegt zwischen allem, was in der Oberstadt sehenswert ist. Der Lotrščak-Turm feuert mittags seine Kanone ab und lässt sich besteigen, die Markuskirche mit dem gekachelten Dach ist zwei Straßen entfernt, das Steinerne Tor mit seinem Schrein liegt auf dem Weg hinunter. Wenn das Abendprogramm nicht zusagt, geht man fünf Minuten und kommt zur nächsten Nummer zurück.
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