In der Nacht von Samstag auf Sonntag drehte eine starke Bura den Brač-Brand nach Südwesten in die Buchten Duboka, Lučice und Osibova neben Milna. Um 23:22 ging ein SMS-Alarm hinaus, mehr als 200 Bewohner und Touristen wurden per Boot von den Stränden geholt, 223 Feuerwehrleute hielten die Häuser, und am Sonntagnachmittag sagte der oberste Feuerwehrkommandant, es gebe kein offenes Feuer mehr. Die verbrannte Fläche wird jetzt mit rund 3.500 Hektar angegeben. Am Sonntag brachen zwei neue Brände aus, oberhalb von Bol und bei Sevid auf dem Festland. Was das für alle bedeutet, die auf der Insel sind oder hinwollen.
Was bisher geschah: Waldbrand auf Brač: 1.500 Hektar zwischen Ložišća und Milna verbrannt, Stand 12. September 2026
Geprüft: 13 September 2026
Stand Sonntag, 13. September 2026, abends. Das Feuer, das am späten 10. September oberhalb von Ložišća ausgebrochen war, brannte seit zwei Tagen, als am Samstagabend die Bura auffrischte und die Front nach Südwesten drückte, aus der Macchia über Ložišća und Bobovišća hinunter zur Küste westlich von Milna. Zwischen 23 Uhr und den frühen Morgenstunden erreichten die Flammen die Buchten Duboka, Lučice und Osibova, wo Ferienhäuser, Bungalows und eine Ferienanlage direkt am Wasser stehen. Um 23:22 Uhr schickte das staatliche Warnsystem SRUUK eine SMS-Warnung an alle in der Gemeinde Milna. Ein Feuerwehrmann sagte Dnevnik, er habe noch nie ein Feuer so schnell laufen sehen.
Evakuierung über See
Eine allgemeine Evakuierung wurde nicht angeordnet, aber die Menschen in den Buchten und an den Stränden holte man über das Wasser: Boote der Hafenkapitänsbehörde Split, zwei Schlepper, die Seepolizei und private Bootsbesitzer brachten mehr als 200 Bewohner und Touristen, die meisten Ausländer, nach Milna und weiter in Notunterkünfte in Supetar, Postira und Bol. Die Boote der Hafenbehörde und die Freiwilligen fuhren hin und her, bis die Buchten leer waren. Am Sonntagmorgen waren die meisten Evakuierten zurück in ihren Unterkünften, sagte der oberste Feuerwehrkommandant Slavko Tucaković. Zwei Menschen wurden verletzt und vom Rettungsdienst versorgt; niemand starb, kein Feuerwehrmann wurde verletzt.
Was verbrannt ist
Nach Darstellung der Feuerwehr wurden die meisten bedrohten Häuser gerettet: Der kroatische Feuerwehrverband HVZ führt nur die Nebengebäude der Ferienanlage Gava als verbrannt. Reporter, die am Sonntagmorgen in den Buchten waren, sahen ein anderes Ausmaß, ausgebrannte Ferienbungalows in Osibova, einige Häuser zerstört, andere mit angesengten Fassaden und Dächern. Die Schätzung der verbrannten Fläche stieg über Nacht: Nikola Martinić Dragan, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Supetar, nannte am Sonntagmorgen rund 3.500 Hektar Kiefernwald, Gestrüpp, Macchia und Ackerland, mehr als das Doppelte der Zahl, die der HVZ am Freitag veröffentlicht hatte. In der Nacht standen 223 Feuerwehrleute mit 69 Fahrzeugen an der Front, in der Spitze 235 mit 68, zusammengezogen von Brač, aus Split, Trogir, Kaštela, Omiš und Makarska sowie aus den Gespanschaften Šibenik-Knin, Dubrovnik-Neretva, Zadar, Istrien, Primorje-Gorski kotar und Lika-Senj. Ab dem ersten Licht flogen vier Canadair CL-415 und drei Air Tractor Fire Boss.
Sonntag: ein Treffen in Milna und zwei neue Brände
Am Sonntag trafen sich Vize-Premier Tomo Medved, Tourismusminister Tonči Glavina und der oberste Feuerwehrkommandant Slavko Tucaković mit dem Gespan und den Bürgermeistern von Brač im Zentrum für maritimes Erbe in Milna. Tucaković sagte, am Hauptbrand gebe es seit dem Nachmittag kein offenes Feuer mehr, die Lage bleibe gefährlich, die Kräfte blieben auf der Insel. Milnas Bürgermeister Frane Lozić bestätigte, die Evakuierung sei geordnet und ohne Todesopfer verlaufen. Der Minister sagte, die Regierung helfe Touristen bei der Heimreise und der Gemeinde beim Wiederaufbau. Während sie tagten, brach um 14:30 Uhr ein neuer Brand im Kiefernwald oberhalb von Bol aus, auf der anderen Inselseite, in für Fahrzeuge unzugänglichem Gelände; zwei Canadair wurden geschickt, Gebäude waren nicht bedroht. Gegen 16:15 Uhr begann ein dritter Brand auf dem Festland bei Sevid, zwischen Trogir und Rogoznica, in Gras und Macchia, mit der Berufsfeuerwehr Šibenik, Freiwilligen, einer Canadair und einem Air Tractor bis in den Abend. In Kaštel Sućurac brannte unterdessen am Nachmittag das Lager eines Gartencenters, die Polizei sperrte die Straße Dr. Franje Tuđmana durch den Ort.
Wenn Sie auf Brač sind oder hinwollen
- Fähren: In den Mitteilungen von Jadrolinija steht bis Sonntagabend keine Änderung für die Brač-Linien; Split - Supetar und Makarska - Sumartin fahren nach Fahrplan, die Boote der Evakuierung waren Sonderfahrten. Wer evakuiert wurde, fragt in der Unterkunft oder beim Tourismusverband Milna nach der vom Ministerium angekündigten Hilfe.
- Straßen: Der HAK-Bericht von Sonntag, 19:35 Uhr, führt keine Sperre auf Brač, aber die Straßen von Nerežišća Richtung Ložišća, Bobovišća und Milna waren nachts gesperrt und können jederzeit wieder gesperrt werden, wenn der Wind dreht. Fahren Sie nicht zum Schauen in den Westteil der Insel.
- Milna, Bobovišća na Moru und die Buchten dazwischen sind jetzt Brandgebiet: verbrannter Boden, instabile Bäume und Schläuche auf den Wegen. Die Einsiedelei Blaca bleibt für Wanderer geschlossen, bis der Brand als gelöscht gilt.
- Bol, Supetar, Sutivan, Postira, Pučišća und Sumartin sind offen und in Betrieb; der neue Brand über Bol lag am Sonntag in unzugänglichem Wald ohne Gefahr für den Ort. Rechnen Sie mit Rauch im Wind und prüfen Sie den HVZ-Bericht vor einem Tagesausflug.
- Die Bura soll anhalten. Kein offenes Feuer im Freien, keine Drohne nahe den Flugzeugen, 193 für die Feuerwehr, 112 für alles andere. Wer eine SRUUK-Warnung auf dem Handy bekommt, folgt ihr und geht Richtung Meer, nicht landeinwärts.
Andernorts sind die Brände der Woche aus: Trpanj auf Pelješac wurde am 12. September um 6 Uhr nach einem Hektar gelöscht, das Feuer bei Željava in der Lika löschte der Regen. Dieser Bericht folgt auf unseren Stand vom 12. September; der nächste kommt, wenn der Brač-Brand als gelöscht gilt oder Bol und Sevid das Bild ändern.
Häufige Fragen
- Ist der Brand auf Brač gelöscht?
- Nicht als gelöscht erklärt. Am Sonntagnachmittag, 13. September, sagte der oberste Feuerwehrkommandant, am Hauptbrand gebe es kein offenes Feuer mehr, bei Bura bleibe er aber gefährlich; zwei Canadair und die Bodenkräfte bleiben. Ein neuer Brand begann am selben Tag um 14:30 Uhr über Bol.
- Wurden Touristen von Brač evakuiert?
- Mehr als 200 Menschen, überwiegend ausländische Touristen und Bewohner der Buchten westlich von Milna, wurden in der Nacht vom 12. auf den 13. September per Boot geholt und in Supetar, Postira und Bol untergebracht; die meisten waren am Sonntagmorgen zurück in ihren Unterkünften. Eine allgemeine Evakuierung der Insel wurde nicht angeordnet.
- Kann ich noch nach Brač reisen?
- Ja. Die Fähren fahren nach Fahrplan, die Orte im Osten und Norden sind in Betrieb. Meiden Sie das Brandgebiet zwischen Nerežišća, Ložišća, Bobovišća und Milna, rechnen Sie mit Rauch im Wind und prüfen Sie am Reisetag die Berichte von HVZ und HAK.
Offizielle Quellen
- HVZ, 13. September 2026: Brände auf Brač und bei Sevid
- HVZ, Bericht der staatlichen Einsatzzentrale 12. und 13. September 2026
- HVZ, 13. September 2026: Treffen in Milna zum Brač-Brand
- Morski.hr, 13. September 2026: nachts Häuser gehalten und Touristen evakuiert
- Narod.hr, 13. September 2026: zwei Leichtverletzte, rund 3.500 Hektar verbrannt
- Morski.hr, 13. September 2026: neuer Brand oberhalb von Bol
- Index.hr, 13. September 2026: Brand im Lager eines Gartencenters in Kaštel Sućurac
- HAK, Straßenlage
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